Chronik des Zwischenlager Ahaus und des Widerstands

Diese Chronik wächst mit der Zeit und wird nie ganz vollständig sein. Für Hinweise und Ergänzungen sind wir daher jederzeit dankbar. Mail an: info@kein-castor-nach-ahaus.de

   
  Februar 1973
 14.02.73 Über die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes NRW kommt eine Anfrage beim Kreis Ahaus an, ob es noch ein Grundstück für eine Fabrik für die Herstellung von Brennelementen gäbe. Gesucht wurden 15 ha, die Fabrik sollte 300 Arbeitsplätze bieten. Der Grundstückspreis lag bei 2,75 DM/qm (erschlossen) und es gab einen Zuschuss für Stromanschlußkosten.  1975 wurden die Plände jedoch verworfen, da so eine Anlage in Lingen gebaut wurde.
   
  November 1976
25.11.76 In der Stadthalle Ahaus wird der Rat als auch Zuhörer über Pläne für eine Urananreicherungsanlage unterrichtet. Durch interne Absprachen landet diese Urananreicherungsanlage aber in Gronau.
   
  September 1977
 01.09.77 Über die Medien werden erste Pläne der Atomindustrie bekannt, ein Zwischenlager in Ahaus zu errichten.
   
  Januar 1979
 27.01.79 Gegen Atomenergie und das Zwischenlager demonstrieren rund 3000 Menschen im Rahmen eines Aktionstages
   
  März 1979
 17.03.79 Über 3 Stunden wird der Grenzübergang Gronau-Enschede blockiert, um gegen die Atompolitik im Münsterland zu demonstrieren.
   
28.03.79 GAU in Harrisburg
   
  September 1979
 02.09.79 60 Landwirte beteiligen sich mit ihren Treckern an einem Treckerkorso, um gegen das Zwischenlager zu demonstrieren
   
  Juni 1980
07.06.80 Als Reaktion auf die Räumung der "Republik Freies Wendland" wird der Bauplatz des Atomlagers besetzt
   
  Oktober 1983
 06.10.83 Für das Zwischenlager Ahaus wird die Baugenehmigung erteilt. Geplant ist, 1500 t radioaktives Uran einzulagern.
   
  Februar 1984
 30.02.84 Vor der Baustelleneinfahrt zum Zwischenlager wird eine Mauer durch BEZ-Gegnern errichtet
   
  April 1986
26.04.86 Super-GAU in Tschernobyl
   
  Juni 1986
19.06.86 1000 Menschen fordern in einem Bürgerantrag vergeblich vom Stadtrat, er möge sich für einen endgültigen Baustopp aussprechen
   
  August 1986
26.08.86 Atomausstieg 1: Am 26. August 1986 beschloß die SPD auf ihrem Nürnberger Parteitag einen Ausstieg aus der Atomenergie innerhalb von zehn Jahren.
   
  Mai 1987
01.05.87 Maifest der BI Ahaus 
   
  Februar 1988
29.02.88

Demonstration am Ahauser Rathaus mit mehr als 1000 Personen

   
  März 1991
 16.03.91 400 Menschen demonstrieren am BZA mit einer Menschenkette gegen die bevorstehende Einlagerungsgenehmigung
   
  Juni 1992
 25.06.92 40 Menschen blockieren den ersten Castortransport aus Hamm-Uentrop. Weitere Blockaden gab es auf der Strecke in Gronau
   
  März 1993
18.03.93 Die Teilnahme für interessierte Bürger an einer öffentlichen Ratssitzung zu einer möglichen Erweiterung des Atomlagers Ahaus (Geplant ist eine zweite Lagerhalle für schwach- und mittelradiaoktiven Atommüll) wurde von der Polizei gewaltsam (Schläge mit Knüppeln und Helmen, Tritte in den Unterleib) verhindert. Ein Demonstrant musste im Krankenhaus behandelt werden. Die Bürgerinitiative hatte bereits im Vorfeld gefordert, die Sitzung aufgrund des öffentlichen Interesse in die Stadthalle zu verlegen, um so allen Bürgern eine Teilnahme zu ermöglichen. Bürgermeister Leopold Bußmann lehnte eine Übertragung der Debatte auf dem Rathausplatz ab.
   
  Dezember 1994
 17.12.94 Platzbesetzung des Erweiterungsgelände des Zwischenlager Ahaus. Insgesamt gibt es acht Festnahmen 
   
 18.12.94 Allererster Sonntagsspaziergang vor dem Zwischenlager, initiiert durch die WIGA (Widerstand gegen Atomanlagen)
   
  November 1995
02.11.95 Ein Bürgerantrag an den Rat der Stadt Münster durch das "Münsteraner Bündnis gegen Atomtransporte", den Transport von Atommüll über Stadtgebiet abzulehnen, hat Erfolg.
   
  April 1996
 26.04.96 Vor dem Zwischenlager Ahaus findet vom Freitag bis Sonntag ein Widerstandscamp anlässlich des 10. Tschernobyljahrestags statt.
   
  Mai 1997
 01.05.1997 Während des Maifestes schließen die BI Ahaus und die BI Lüchow-Dannenberg eine Städtepartnerschaft. Danach wurde gemeinsam symbolisch das Haupttor des Zwischenlager Ahaus blockiert.
   
  April 1997
 25.04.97 Atomkraftgegner entfernen 2 m³ Schotter aus dem Privatgleis und lösen einige Schrauben.
   
  Oktober 1997
16.10.97 Zwischen Münster und Coesfeld bei Billerbeck werden in der Nacht als keine Züge fahren 1, 5m Bahngleis demontiert. Ein Apotheker, der Nachtdienst hat, wird anonym auf die Tat hingewiesen. Von der Gruppe "Mut zur Lücke" wird vor Ort ein Bekennerschreiben gefunden.

 
18.10.97 Am "Schienenaktionstag" beteiligen sich in Ahaus 1000 Menschen. Es werden mehr als 200 Personen festgenommen.
   
  Februar 1998
27.02.98 Mit Blick auf die anstehen Castor-Transporte nach Ahaus haben Atomkraftgegner einen "Brandanschlag" auf die Hersteller-Firma der Castor-Behälter in Mülheim verübt. Es wurden Holzpaletten angezündet und die Parole "Atommafia angreifen" an die Aussenfassade gesprüht.
   
  März 1998
13.03.98 Der damalige nordrhein-westfälische Innenminister  Franz Knioale verkündet anlässlich der Castortransporte von Neckarwestheim und Gundremmingen nach Ahaus, es werde einen Demonstrationsverbot in einem 12 km langem und 600 m breitem Korridor geben. 5 Anti-Atom-Camps fallen somit in die Verbotszone. Laut Innennministerium wird ein Horrorszenario entwickelt, bei dem bis zu 2000 "Chaoten" erwartet werden.
   
14.03.98 Zur Unterstützung des Ahauser Widerstands startet im Wendland die Volxküche der BI Lüchow-Dannenberg mit Traktoren ins Münsterland.
   
15.03.98 Beim letzten Sonntagsspaziergang vor dem Transport demonstrieren 6000 Menschen und 300 Trecker.
   
 17.03.98  Vier Greenpeace-Aktivisten ketten sich mit einem Stahlklotz an das Privatgleis des Zwischenlagers. Etwa 1 1/2 m Gleis werden herausgeschnitten, die Aktivisten werden auf die Ahauser Wache gebracht.
   
18.03.98 Auf der Strecke zwischen Neckarwestheim und Walheim haben sich 2 Menschen in einem selbstgegrabenem Tunnel unter der Straße angekettet.
   
  TAG X:  GUNDREMMINGEN/NECKARWESTHEIM - AHAUS CASTOREN (19.03.1998)
19.03.98 500 Schüler der Alexander-Hegius Gymnasium starten eien Blockade auf der Fuistingstrasse.
   
19.03.98 Unter Begleitung von 30.000 Polisten startet der Castortransport von Gundremmingen und Neckarwestheim in Richtung Ahaus. Die Polizei plant einen Coup und lässt den Transport 5 Tage eher als erwartet starten.

 
19.03.98 In der Innenstadt finden auf dem vollbesetzen Markplatz Demonstrationen und Kundgebungen statt. Zur gleichen Zeit werden 2 Camps geräumt.
   
20.03.98 Beim Baumarkt Hellweg in Ahaus wurden Wasserwerfer und Räumpanzer stationiert.
   
20.03.98 1500 Menschen besetzen den Bahnübergang an der Schorlemer Strasse. Die Polizei kesselt
   
20.03.98 Weitere 1000 Menschen kesseln die Polizei an der Schorlemer Strasse ein.
   
20.03.98 In Coesfeld besetzen 40 Menschen die Gleise
   
20.03.98 In Legden ketten sich Demonstranten an die Gleise. Bei der Befreiung wird ein Stück Gleis demontiert.
   
20.03.98 Die Polizei räumt die Kreuzungen, Bahnübergänge und Gleise in Ahaus mit u.a Wasserwerfern, Schlägen und Tritten und CS-Gas.                                                                                     
   
20.03.98 Die Verletzungen von Demonstranten, die durch die Polizei zugefügt wurden, reichen von Nasenfrakturen, Jochbeinfrakturen, verstauchte und gezerrte Füße, inne Verletzungen, Platzwunden im Gesicht, Gehirnerschütterungen, Augenverletzungen, Kopfplatzwunden, Prellungen, Schürfungen und Hundebisse. 
   
20.03.98 Mit rund 10 Stunden Verspätung erreichen die Castoren um 21.30 Uhr das Atomlager Ahaus. in Baden Würtemberg gab es 150 Festnahmen, im Münsterland über 650. 2 Menschen werden im Schnellverfahren zu 6 Monaten Haft auf 3 Jahre Bewährung verurteilt.
   
20.03.98 Rund 150 Jugendliche greifen im Berich des Bahnhofs die Polizei an und bewerfen diese mit Bierflaschen. Es kommt zum Wasserwerfereinsatz.
   

20.03.98

Die Gewerkschaft der Polizei fordert vom Bundesinnenministerium eine volle Haftung für mögliche Strahlenerkrankungen von Polizeibeamten durch den "Castor"-Transport nach Ahaus zu übernehmen. Krankheiten wie Krebs, Fehlgeburten und Leukämie würden oft erst 15 Jahre nach der Bestrahlung festgestellt, "dann muß es eine Absicherung geben.
   
21.03.98 Die als Auftaktkundgebung geplante Demonstration zum Castortransport in Münster findet mit 12.000 Teilnehmern als Abschlusskundgebung statt.
   
21.03.98 Aufgrund des bis dato größten Polizeieinsatzes der Geschichte in der Bundesrepublik fallen aufgrund sicherheitstechnischer Bedenken 4 Bundesligaspiele aus.
   
22.03.98 Am Sonntagsspaziergang beteiligen sich 4000 Menschen und eine große Anzahl an Treckern. Eine Campgruppe schüttet der Polizei einen Treckeranhänger mit Müll vor die Tür, den die Polizei verursacht hat.
   
  September 1999
 01.09.99 Anlässlich eines Zwischenfalls in Japan versammlen sich 130 Atomkraftgegner spontan vor dem Atomlager Ahaus.
 

 

  Januar 2000
25.01.00 Das Bundesamt für Strahlenschutz erteilt fünf Transportgenehmigungen für Transporte nach Ahaus. Absender sollen die AKW in Biblis, Philippsburg und Neckarwestheim sein.
   
 

März 2000

19.03.00 300 DemonstratInnen errichten eine 2 Meter hohe Mauer aus Steinen auf dem Privatgleis.
   
  April 2000
16.04.00 Beim Sonntagsspaziergang versuchen 300 Teilnehmer, symbolisch den Bahnübergang zu besetzen. Die Polizei verhält sich agressiv. Ein Polizeibeamter beschimpft die Demonstranten als "Asi-Pack". Selbst ein Rollstuhlfahrer wird von der Polizei rüde weggeschubst.
   
26.04.00 Unter dem Motto "Meine Bratpfanne war ein Reaktor" findet in Ahaus ein Info- und Diskussionsabend zum Thema Strahlenschuzt, Atomausstieg und Entsorgung von Atommüll statt.
   
 27.04.00 Vom 27.04 bis zum 02.05 findet auf der BI-Wiese in Ahaus-Ammeln ein Widerstandscampmit Workshops, Arbeitskreisen und Kultur mit 50 Teilnehmern statt.
   
  Mai 2000
25.05.00 Beim "Cultur Contra Castor" Festival in der Stadthalle Ahaus spielen Fettes Brot, Aufbruch und Lee Buddah zugunsten des Münsterländer Anti-Atom-Widerstand
   
  Juni 2000
14.06.00 Atomausstieg 2: SPD (schon wieder, siehe 26.08.86) und Grüne beschließen auf ein neues den Ausstieg aus der Atomenergie
   
  Januar 2001
23.01.2001 Umweltminister Trittin stoppt einen geplanten Castortransport von Neckarwestheim nach Ahaus, der für März 2001 geplant war. Es bestehe keine Notwendigkeit für einen Transport nach Ahaus
   
  Februar 2001
18.02.01 Rund 1500 Demonstranten demonstrieren am Zwischenlager Ahaus gegen geplante Atomtransporte von Frankreich nach Ahaus
   
  Juli 2003
 18.07.03 Später Erfolg: 5 Jahre nach dem Castortransport nach Ahaus erklärt das Verfassungsgericht Münster die Räumung eines Camps, welches innerhalb der Verbotszone gelegen haben soll, für rechtswidrig.
   
  Oktober 2003
 08.10.03 Die GNS kündigt an, das mit keinen weiteren Castortransporten in das Zwischenlager Ahaus aufgrund der Errichtung von standortnahen Zwischenlagern gerechnet wird. Dafür wird es aber Leertransporte von Castorbehältern nach Ahaus geben, die von den Atomkraftbetreibern bei Bedarf abgerufen werden können.
   
  Dezember 2003
17.12.03 Für 1 1/2 Stunde wurde das Werkstor des Atomlagers blockiert. 16 Leute wurden kurzzeitig festgenommen.
   
21.12.03 Am Zwischenlager findet der traditionelle Weinachts-Sonntagsspaziergang, veranstaltet durch die Wiga Münster, mit 150 Teilnehmern statt.
   
  Februar 2004
06.02.04 Um auch den Protest in Dresden gegen die Castortransporte von Rossendorf voranzubringen, gründet sich vor Ort das Aktionsbündnis Castor-Stop Dresden
   
15.02.04 300 Demoteilnehmer ziehen aus Protest gegen die geplanten Castortransport von Rossendorf nach Ahaus vor das Ahauser Rathaus 
   
28.02.04 Autobahnaktionstag in mehreren Bundesländern gegen die geplanten Castortransporte von Rossendorf nach Ahaus
   
  März 2004
21.03.04 Sonntagsspaziergang in Ahaus mit 700 Teilnehmern und mehr als 75 Treckern.
   
30.03.04 Das Bundesamt für Strahlenschutz erteilt der GNS die Lagergenehmigung für die Brennelemente aus dem Forschungszentrum Rossendorf
   
  Mai 2005
11.05.05 Vom 11. bis zum 13. Mai finden 6 Vorstellungen "Circus contra Castor" mit europäischen ArtistInnen auf der BI-Wiese statt. 1/5 des Erlös geht an die BI Ahaus.
   
  TAG X1: ROSSENDORF - AHAUS CASTOREN (06.06.2005)
 31.05.05 Der erste Castortransport aus dem Forschungszentrum Rossendorf erreicht auf einer ungenehmigten Route durch die Ortschaft Heek das Zwischenlager Ahaus. Insgesamt werden 2005 3 Castor-Transporte das Zwischenlager Ahaus erreichen
   
  Juni 2005
  TAG X2: ROSSENDORF - AHAUS CASTOREN (06.06.2005)
06.06.05 Atomkraftgegner steigen auf den Ahauser Fernsehturm am Bahnhof und entrollen ein 15m langes Transparent: "Atomausstieg? - Alles Lüge!
   
06.06.05 120 Ahauser SchülerInnen verlegen den Unterricht (Fach: Demokratie) auf die Strasse und besetzen die Kreuzung zwischen Bahnhof und Polizei
   
 07.06.05

Der zweite Castortransport aus dem Forschungszentrum Rossendorf erreicht das Zwischenlager Ahaus. Insgesamt werden 2005 3 Castor-Transporte das Zwischenlager Ahaus erreichen

   
  TAG X3: ROSSENDORF - AHAUS CASTOREN (06.06.2005)
14.06.05 Der dritte Castortransport aus dem Forschungszentrum Rossendorf erreicht das Zwischenlager Ahaus. Der Transport erreicht aufgrund großer Blockaden den Hintereingang des Zwischenlagers nur über einen unbefestigten Feldweg. Insgesamt werden 2005 3 Castor-Transporte das Zwischenlager Ahaus erreichen 
 

 

 

April 2006

 27.04.06

Der WDR veranstaltet eine Podiumsdiskussion zum Thema Atomenergie und überträgt diese Live

   
29.04.06 400 Menschen demonstrieren in Ahaus bei strömenden Regen zum 20. Tschernobyl-Jahrestag
   
  Oktober 2006
31.10.06 Die GNS beantragt bei der Bezirksregierung Münster eine bis zu 10 Jahre dauernde Genehmigung zum Umgang mit sonstigen radioaktiven Stoffen. Gemeint ist die weitere Einlagerung von schwach- und mittelradioaktivem Abfall. 
   
  Januar 2007
23.01.07 Freispruch für Atomkraftgegner. Der Mann aus Münster wurde angeklagt, er solle eine Schülerdemonstration im Jahr 2005 mit 150 Teilnehmern geleitet haben. Doch selbst der Hauptbelastungszeuge, der Sohn des Bürgermeisters konnte sich nicht mehr an ihn erinnern.
   
  Februar 2007
 03.02.07 400 Atomkraftgegner demonstrieren in Münster gegen eine Nutzungserweiterung des Zwischenlager Ahaus
   
  November 2008
 16.11.08 60 Menschen demonstrieren vor dem Zwischenlager Ahaus. Es wird bekannt, daß das Privatgleis im Rahmen der Vorbereitung weiterer Castortransport aus stattlicher Kasse aufgebessert wird. Kostenpunkt: 116.000 Euro.
   
  Februar 2009
17.02.09 Anne Rother, Pressesprecherin des FZ Jülich verkündet in der Münsterlandzeitung, man wolle die Jülicher Brennelemente aus der "Ökosphäre separieren". Der Transport nach Ahaus wäre die beste und sicherste Alternative für die Einlagerung. Wir fragen uns entsetzt, seit wann Ahaus nicht mehr Teil der Biosphäre ist?
   
  September 2009
20.09.09 Start der Kampagne "Kein Castor nach Ahaus" des Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
   
  Oktober 2009
06.10.09 Einem Presseartikel aus der Münsterlandzeitung zufolge hofft Burghard Rosen (Pressesprecher Gesellschaft für Nuklearservice - Betreiberfirma des Atommülllagers) mit den ersten Transporten noch in diesem Jahr (2009). Leere Behälter zur Kalthantierung (Testläufe) wurden bereits angeliefert
   
06.10.09 Kleiner Zwischenfall im Atommülllager Ahaus. Bei einem Testlauf springt ein Ersatzstromaggregat nicht an
   
28.10.09 Spontane Mahnwache am Zwischenlager aufgrund der erwarteten Atomtransporte aus Jülich und La Hague
   
  November 2009 
07.11.09
Spontaner Protest am Zwischenlager mit 50 Teilnehmer. Der Versammlungsleiter erhält eine Strafanzeige
   
07.11.09 Auch in Münster gibt es Protest. Bei der örtlichen CDU soll symbolisch Atommüll abgeliefert werden. Die verweigern allerdings die Annahme
   
09.11.09 Atomkraftgegner aus dem Münsterland werfen Rüttgers Wortbruch vor. 2004 hat Rüttgers geäußert, das "ein erneuter Atommülltransport der Bevölkerung in Ahaus und Umgebung solange nicht zumutbar ist, wie die Frage der Endlagerung für Deutschland ungeklärt ist." Nun hat die Schwarz-Gelbe Regierung eben diese neuen Transporte zu verantworten
   
11.11.09
Einlagerung für schwach- und mittelradioaktiven Abfall für das Atommülllager Ahaus vom BfS genehmigt
   
14.11.09 Einem Pressebericht der Taz zufolge, spricht eine Sprecherin der Bezirksregierung Münster auch erstmals von ausgebauten Anlagenteilen (Metallteile aus dem Reaktorkern) die den Weg nach Ahaus finden sollen
   
15.11.09
Sonntagsspaziergang am Bahnhof Ahaus mit Zwischenkundgebung am Rathaus zum Transportgleis an der Schorlemer Strasse mit 150 Teilnehmern
   
16.11.09 Der Haupteingang der Atommüllkonditionierungsanlage in Duisburg ist verlegt worden. Aus den Augen, aber noch lange nicht aus dem Sinn
   
16.11 - 20.11.09
Mahnw(a/o)che am Zwischenlager. Jeden Abend stiller Protest vor dem Eingangstor des Zwischenlager mit wechselnder Teilnehmerzahl
   
  Dezember 2009 
04.12.09 Anfrage im Stadtrat von Gescher zu den geplanten Atomtransporten
  
 
12.12.09 Anfrage im Jülicher Stadtrat zu den geplanten Atomtransporten
   
17.12.09 Anfrage im Duisburger Stadtrat zu den geplanten Atomtransporten und zur Atommüllkonditionierungsanlage in Duisburg-Wanheim
   
18.12.09 Rheinische Post: Laut Pressesprecher Köbl können in der Duisburger Atommüllkonditionierungsanlage 150 - 300 Tonnen radioaktiver Müll pro Jahr verarbeitet werden, 600 Tonnen Ahauser Müll dürfen in Duisburg gelagert werden, insgesamt 3300
   
18.12.09 Rheinische Post 2! Michael Köbl, Sprecher der GNS: "Es ist ja nicht so, dass wir Anfang 2010 große Mengen von Duisburg nach Ahaus transportieren wollen." Richtig, mit dem massivem Transport wird erst 2011 begonnen. Da fuhr dann jeden 5 Tag ein Transport mit dem radioaktivem Abfall aus Duisburg.
   
19.12.09 Die für 2011 geplanten Castortransporte von La Hague nach Ahaus verschieben sich auf 2015. Der Antrag läuft bereits seit 2006. (Quelle: Neues Deutschland)
   
20.12.09 Legendäre Schneedemo am Zwischenlager mit 500 Teilnehmern aus dem Rheinland und dem Wendland. Viele Teilnehmer schaffen es aufgrund vereister Strassen nicht bis nach Ahaus. Aufgrund der widrigen Bedingungen wird die Abkürzung über das Gleis genommen
   
22.12.09 Aus einer Anfrage bei der Bundesregierung geht hervor, das pro Woche mit zwei Transporten mit schwach-und mittelradioaktiven Abfall zu rechnen sei. (Quelle: Bild.de)
   
23.12.09 "Die schwarz-gelbe Atompolitik wird letztendlich zu einem Endlager in Ahaus führen“ so eine NRW-Landtagsabgeordnete
   
  Januar 2010 
05.01.10 Umzug der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" zur Bahnhofstrasse 27 in ein größeres, geräumigeres Büro
   
12.01.10 Anfrage im Coesfelder Stadtrat zu den geplanten Atomtransporten
   
20.01.10 Aachener Zeitung: Laut Angaben des Forschungszentrum Jülich sollen die Atomtransporte aus Jülich 2011, spätestens 2012 nach Ahaus verkarrt werden
   
21.01.10

Peter Schäfer, Sprecher des Forschungszentrum Jülich: „Wir dürfen den Atommüll nicht mehr bei uns lagern. Aus Sicherheitsgründen und weil es ökonomisch sinnvoll ist, wollen wir die Altlasten im Ahauser Brennelementezwischenlager deponiert sehen.“ PIKANT: Das Zwischenlager in Ahaus ist 1 Jahr älter als das Lager in Jülich. Wenn Jülich nicht mehr sicher ist, warum soll Ahaus sicherer sein? (Quelle: Bocholt-Borkener Volksblatt)

   
23.01.10 Neues Deutschland: Der Pressesprecher des Forschungszentrum Jülich möchte an seiner Informationspolitik arbeiten. "Wir sind an einem Punkt angelangt, wo wir es für sinnvoll halten, die Öffentlichkeit zu informieren." "Sinnvoll" und notwendig, nachdem ständig von Journalisten nachgehakt wurde und die Öffentlichkeit komplett ausgeschlossen wurde
   
24.01.10 Autobahnaktionstag von Ahaus über die Atommüllkonditionierungsanlage Duisburg zum Forschungszentrum Jülich. In Duisburg fand noch eine Demo mit Kundgebung sowie in Jülich eine Abschlusskundgebung statt. Teilgenommen haben rund 25 Autos
   
24.01.10 Infoveranstaltung zu den anstehenden Atomtransporten in Südlohn organisiert durch die Vredener Jugendgruppe AGA
   
28.01.10 Infoveranstaltung zu den anstehenden Atomtransporten in Köln
   
31.01.10  Infoveranstaltung zu den anstehenden Atomtransporten in Vreden organisiert durch die Vredener Jugendgruppe AGA
   
  Februar 2010
10.02.10 WDR Stadtgespräch in der Stadthalle Ahaus inklusive hitziger Diskussionen
   
17.02.10 Anfrage im Münsteraner Stadtrat zu den geplanten Atomtransporten
   
18.02.10 Westfälische Nachrichten: Der Rat der Stadt Gescher lehnt eine Resolution gegen Atommülltransporte über Gescheraner Stadtgebiet ab. Auch soll die Bevölkerung nicht durch die Stadtverwaltung informiert werden
   
19.02.10 Widerstand in Duisburg an der dortigen Atommüllkonditionierungsanlage - erstes Treffen der dortigen Anti-Atom-Gruppe "Duisburg Atomfrei"
   
21.02.10 Sonntagsspaziergang am Zwischenlager Ahaus mit 100 Teilnehmern mit Überquerung der Bahngleise
   
   März 2010
 05.03.10 Laut Pressesprecher Burghard Rosen (Gesellschaft für Nuklearservice - Betreiberfirma des Atommmülllager Ahaus) sollen einem Zeitungsartikel der Münsterland Zeitung nach die ersten Transporte eher in Wochen als in Monaten rollen
   
08.03.10 3 Wochen nach Zusammenschluss von Duisburg-Atomfrei treffen sich Vertreter Münsterländischer und Duisburger Initiativen in Duisburg zum aushecken weiterer Pläne. Die WAZ titelt: "Schulterschluss in Wanheim", in den Westfälischen Nachrichten heißt es "Atomkraftgegner verbünden sich"
   
 10.03.10

Forschungszentrum Jülich gibt Existenz eines "optimierten Eckterminplans" zu, in dem die Planungen für die Jülich-Transporte stehen, inkl. Genehmigungstermine sowie Transportzeiten.

Den Plan findet ihr hier.

Am 21.01. wurde so ein Zeitplan vom Sprecher des Forschungszentrum, Peter Schäfer, in einem Artikel der Münsterlandzeitung dementiert

   
10.03.10

Martin Ellerich von den Westfälischen Nachrichten kommentiert: "Denn das wahre Problem ist nicht die Zwischenlagerung der Brennelemente in Ahaus; es ist die Suche nach einem geeigneten Endlager für den stark strahlenden Müll - in Gorleben oder andernorts."

Wir kommentieren zurück: Das wahre Problem ist der Betrieb von Atomanlagen, die den Müll produzieren und die daher SOFORT abgeschaltet gehören."

   
17.03.10 Traurige Wahrheit: Die WAZ titelt: "Ohne endgültige Lösung bleibt der Atommüll vorerst in Ahaus". 3 Tage später stellt auch die TAZ fest: "Ahaus wird zentrale Atommülldeponie"
   
 19.03 - 21.03.09
Frühjahrskonferenz der Anti-Atom-Bewegung im Dorothee-Sölle Haus in Ahaus mit 100 Teilnehmern
   
  April 2010
 10.04.10
Schrankendemo in Duisburg-Wanheim vor den Toren und an der Transportstrecke zur Atommüllkonditionierungsanlage der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS). Ein Güterzug wird ausgebremst, nachdem sich die Schranken schließen, obwohl noch Menschen auf den Gleisen sind
   
18.04.10
Sonntagsspaziergang am Zwischenlager Ahaus mit 40 Teilnehmern
   
 22.04.10 Anti-Atom-Protest vor der Jahreshauptversammlung des Atomkonzerns RWE. Anti-Atom-Aktivisten aus dem Münsterland löchern den Vorstand mit Fragen zu den geplanten Atomtransporten nach Ahaus
   
24.04.10
Großdemo in Ahaus anlässlich des Tschernobyljahrestags und der anstehenden Atomtransporte mit 7000 Teilnehmern. Vom Tag davor bis zum Folgetag auch noch Widerstandscamp auf der BI-Wiese vor dem Atommülllager mit 30 Teilnehmern. Bundesweit demonstrieren an diesem Tag 150.000 Menschen gegen Atomkraft
   
  Mai 2010
06.05.10 Anti-Atom-Protest vor der Jahreshauptversammlung des Atomkonzerns EON. Anti-Atom-Aktivisten aus dem Münsterland löchern den Vorstand mit Fragen zu den geplanten Atomtransporten nach Ahaus
   
09.05.10 Landtagswahl in NRW - Unser Wahlspruch:" Die beste Wahl ist der Widerstand"
   
12.05.10 Solikonzert zugunsten des Anti-Atom-Widerstand im Vredener N-Joy, organisiert durch die Vredener Jugendgruppe AGA
   
16.05.10 Sonntagsspaziergang am Zwischenlager Ahaus mit X Teilnehmern
   
20.05.10 Symbolische Blockade des Zwischenlager Ahaus. Der Versammlungsleiter erhält eine Strafanzeige wegen Abhalten einer nicht genehmigten Versammlung
   
28.05.10 Die letzte Änderungsgenehmigung ist raus, die Transporte mit schwach und mittelradioaktivem Abfall aus Duisburg können absofort rollen. Pressesprecher Burghard Rosen (Gesellschaft für Nuklearservice) in der Münsterlandzeitung: "[...] es könnte in nächster Zeit losgehen. Rechtlich steht dem nun nichts mehr im Weg."
   
28.05.10 Auf der Internetseite Indymedia stellt der Wanderverein "Stramme Wade" die Transportstrecke zwischen Duisburg und Ahaus vor
   
30.05.10 Aufgrund der erteilten Änderungsgenehmigung gibt es einen außerordentlichen Sonntagsspaziergang am Zwischenlager mit 50 Teilnehmern. Eingie Teilnehmer umrunden bei sehr schlechtem Wetter den Aussenzaun des Atommülllager
   
  Juni 2010
08.06.10

Laut einer Pressemitteilung der Bezirksregierung Münster sollen im Juni noch keine Atomtransporte nach Ahaus fahren. (Quelle: Westfälische Nachrichten)

   
14.06.10 Laut Bezirksregierung Düsseldorf fahren bereits jetzt im Schnitt 1,3 Atomtransporte die Woche von und zur Atommüllkonditionierungsanlage Duisburg. Ein Antrag auf Ausbau der Anlage ist gestellt. Ahaus als nächstes Ziel der Transporte ist nur eine Frage der Zeit (Quelle: derwesten.de)
   
20.06.10 Sonntagsspaziergang am Zwischenlager Ahaus mit 50 Teilnehmern. Das Zwischenlager wird mit Radioaktivitätszeichen "geschmückt"
   
24.06.10 Infoveranstaltung in Dülmen inklusive Gründung einer neuen Aktionsgruppe
   
26.06.10
Rurtalbahnaktionstag auf der Atomtransportstrecke von Jülich nach Düren mit Informationen für die Fahrgäste
   
  Juli 2010 
03.07.10
Landeskonferenz der Anti-Atom-Bewegung in Duisburg in unmittelbarer Nähe zur Atommüllkonditionierungsanlage der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS)
   
04.07.10
Besichtigung der möglichen Transportstrecke in Dülmen durch die neugegründete Aktionsgruppe
   
06.07.10 Laut Koalitionsvertrag der Rot-Grünen Landesregierung in NRW sollen weitere Atomtransporte nach Ahaus vermieden werden, da sie "unnötige Risiken für Mensch und Umwelt mit sich bringen." Allerdings ist nur die Rede von den Atomtransporten aus Jülich. Atomtransporte aus Duisburg und La Hague finden keine Erwähnung
   
10.07.10
Infoveranstaltung zu den anstehenden Atomtransporten nach Ahaus im Münsteraner Club Courage
   
14.07.10
Treffen in Münster zur Aktionsplanung. Vorbereitung für Proteste, auch wenn die ersten Transporte noch immer nicht gerollt sind
   
18.07.10 Sonntagsspaziergang am Atommülllager Ahaus
   
21.07.10 Die ersten LKW mit radioaktivem Abfall erreiche das Atomlager Ahaus.
   
  August 2010
12.08.10 3 LKW mit schwach- und mittelradioaktivem Material treffen in Ahaus ein. Diese stammen vermutlich aus der Duisburger Atommüllkonditionierungsanlage
   
  September 2010
23.09.10 

In der Münsterlandzeitung spricht sich der Bürgermeister von Ahaus, Felix Büter (CDU), für die Transporte nach Ahaus aus. "Staatsrechtliche Verträge sind einzuhalten".

 

Am 6 Dezember klingt das schon ganz anders. Noch einmal Felix Büter in der Münsterlandzeitung: "Der Rat hat sich immer dafür eingesetzt, dass Sicherheit absoluten Vorrang haben muss. Minister Röttgen hat verantwortungsbewusst und nachvollziehbar entschieden." Wie sich das Fähnchen dreht...

   
  Oktober 2010
 23.10.10 Das Bundesministerium für Strahlenschutz genehmigt den Castortransport von Ahaus nach Russland
   
  November 2010
 21.11.10 Im Rahmen eines Sonntagsspaziergang am Ahauser Zwischenlager werden mehrere Meter Privatgleis unterhöhlt. Beim Sonntagsspaziergang im März ist der Schaden noch immer nicht repariert. Der Schaden scheint also nicht zu groß zu sein
   
  Dezember 2010
 12.12.10 700 Atomkraftgegner bilden eine Menschenkette um das Zwischenlager Ahaus. Trotz abgesagtem Castortransport von Ahaus nach Russland ist die Teilnehmerzahl überraschend hoch.
   
  März 2011
11.03.11 Super-Gau in Fukushima
   
  April 2011
28.04.11 Ein weiterer Atomtransport mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall aus Hanau erreicht das Zwischenlager Ahaus
   
  Juli 2011
17.07.11 Die BI Ahaus veranstaltet den 200. Sonntagsspaziergang vor dem Zwischenlager mit 60 Teilnehmern.
   
30.07.11 Atomausstieg 3: Wie am 26.08.86 und am 26.04.00 wird bereits zum dritten mal (mal wieder) der Atomausstieg beschlossen. Atomausstieg ist Handarbeit und sollte keiner Partei überlassen werden!!!

 

 
  August 2011
 25.08.11 Burghard Rosen, Pressesprecher der GNS gibt bekannt, daß nach erhöhten Strahlenwerten im Zwischenlager Gorleben die für November geplanten Castortransporte nicht nach Ahaus rollen werden.
   
  September 2011
16.09.11
Um in Ahaus das schlechte Image aufzupolieren, sponsert die GNS im Rahmen des Greenwashings den lokalen Sportclub Eintracht Ahaus mit Trikots.
   

 

Oktober 2011

15.10.11

Es wird bekannt, daß die Transportgenehmigung der MTR2-Behälter die in Ahaus einlagern, abgelaufen ist.
   
30.10.11 Im Rahmen des bundesweiten Castor-Aktionstag demonstrieren an der Autobahnabfahrt Ahaus Atomkraftgegner gegen die geplanten Atomtransporte von Jülich nach Ahaus.
   
  November 2011
08.11.11 Am Forschungszentrum Jülich laufen die ersten Vorbereitungen für die Atomtransporte nach Ahaus. So finden am Lager Bauarbeiten statt und die Mitarbeiter werden mit zwei gepanzerten Fahrzeugen im Wert von 150.000 Euro ausgerüstet.
   
  Dezember 2011
18.12.11 Am Zwischenlager Ahaus demonstrieren 500 Menschen gegen die geplanten Castortransporte von Jülich nach Ahaus unter dem Motto "152 Castoren - Eine schöne Bescherung"  
   
  Fortsetzung folgt...Atomtransporte hoffentlich nicht!!!
   
 

Chronologisch ungeordnet und noch nicht eingefügt

Für weitere Hinweise zur Vervollständigung sind wir dankbar

          
??.10.77 Die Bürgerinitiative " Kein Atommüll in Ahaus" gründet sich
1977 Erste Strukuturhilfe für die Stadt Ahaus im Umfang von 7 Millionen DM
1978 Für die Zusage zum Zwischenlager Ahaus erhält die Stadt Ahaus die Zusage über finanzielle "Zuwendungen" in Höhe von 49 Millionen DM (25,05 Mill. Euro). Der Ahauser Stadtrat erteilt seine Zustimmung, Nachbargemeinden üben Kritik an den Plänen.
1983 Bettlakendemo in Ahaus: Von der Innenstadt bis zum BEZ-Baugelände wurden Transparente gespannt
1984 Der Nachbar des Zwischenlager, Hermann Lenting, klagt gegen die Baugenehmigung. Die ersten Bauarbeiten beginnen
??.05.1985 Das Oberverwaltungsgericht Münster erteilt einen Baustopp für das Zwischenlager
1986 Ministerpräsident Rau bekräftigt, das Zwischenlager Ahaus fertig zu stellen
??.02.88 Das Oberverwaltungsgericht Münster hebt den Baustopp nach 3 Jahren auf auf
1988 Richtfest am Zwischenlager Ahaus
1989 Fertigstellung des Zwischenlager
1989 Umbennung der Münsteraner "Hamm-Gruppe" nach der Stilllegung des Hammer THTR in "Wiga" (Widerstand gegen Atomanlagen)
??.08.90 Erörterungstermin zum BEZ Ahaus
??.12.90 Zugbegleitung zwischen Hamm und Ahaus. AtomkraftgegnerInnen fahren in den Zügen mit, umd zu verdeutlichen, daß es über 50 Fahrten mit Brennelementkugeln  aus dem THTR geplant sind.
??.03.92 Die Genehmigung für die Einlagerung der Brennelemenkugeln aus Hamm wurde erteilt und sofortige Vollziehung angeordnet
??.04. o. 05.92 Staatssekretär Krebs gibt in einer öffentlichen Fernsehdiskussion zu verstehen, daß die Landesregierung über eine "Heiße Zelle" (Eine Reperaturstation für Castoren) nachdenkt. Daraus geworden ist nie etwas.
??.04. o. 05.92 In derselben TV-Diskussion äußert sich der Staatssekretär Krebs nocheinmal. Eine Einlagerung der THTR-Castoren aus Hamm in Ahaus könne auch ohne Entsorgungsnachweis erfolgen, da auf Seiten der Betreiber und der Landes- und Bundesregierung keinem mehr einfalle, wie udn wo der hochradioaktive Abfall zur Endlagerung gebracht werden könne.
1992 - 1995 Die ersten Atomtransporte aus dem stillgelegten THTR-Reaktur aus Hamm- Uentrop treffen am 25. Juni 1992 in Ahaus ein. Insgesamt werden 305 Behälter in 57 Transporten bis 1995 in Ahaus eingelagert.
??.10.93 Bundeskonferenz der Anti-Atom-Bewegung in Ahaus. Das Konzept "Wir stellen uns quer" wird vorgestellt und für Ahaus geplant.
1993 Abschluß eines neuen Ansiedlungsvertrages zwischen der BZA und der Stadt Ahaus über den Bau einer zusätzlichen Lagerhalle für „schwach- und mittelaktiven“ Müll; vorgesehene „Strukturbeihilfe“: 160 Millionen Mark.
1994 Eine Blockade in Münster zwingt einen Atomtransport von Hamm nach Ahaus zur Kehrtwende und zum Umweg über Coesfeld
1994 Bauantrag der BZA GmbH zur Errichtung einer zweiten Lagerhalle
1995 Koalitionsvereinbarung zwischen SPD und Grünen, nur Müll aus NRW in Ahaus einzulagern
??.04.96 Demonstrationszug aus der Innenstadt zum Atomlager am 10. Tschernobyljahrestag mit 4000 Teilnehmern
1996 Weigerung des Stadrates Ahaus, Brennelemente des Schnellen Brüters anzunehmen
1997 Der Staatsschutz NRW versucht, einen pensionierten Ahauser Polizisten für die Bespitzelung der BI zu gewinnen. Der hat aber keine Lust und offenbart sich den AktivistInnen
??.02.98 Im Gronauer Rat wird ein BürgerInnenantrag behandelt, daß sich der Rat gegen die geplanten Castortransporte aussprechen möge
1999 Rost an den Castoren. Im Zwischenlager Ahaus werden die THTR/AVR Behälter aus Hamm-Uentrop restauriert, da sie Rost aufweisen.
2003 Anfrage des Forschungszentrum Karlsruhe an das Zwischenlager Ahaus sowie Gorleben, Brennelemente aus der dortigen Kernreaktoranlage anzunehmen. Jedoch: Abgelehnt!
05.12.10

Minister Röttgen am Wochenende auf einer Klausurtagung in Billerbeck: Derzeit würden die Sicherheitsbedingungen der russischen Anlage von ei­ner Expertenkommission ge­prüft. Der Minister rechnet damit, dass „die Ergebnisse noch vor Weihnachten vorliegen.

 

Am Montag nach dem Wochenende: Röttgen sagte vor dem Abflug zum Klimagipfel nach Cancún, er sei nach sorgfältiger Prüfung „zu der Überzeugung gekommen, dass gegenwärtig nicht angenommen werden kann, dass die Voraussetzungen für eine schadlose Verwertung vorliegen“. Eine sorgfältige Prüfung innerhalb von einem Wochenende. Das Gutachten, was über Majak urteilte, lag uns schon am Freitag vor und wurde am Samstag veröffentlicht. Vielleicht sollte das Gutachten geheimgehalten werden?

??.??.?? Die Einlagerung der Castoren aus Rossendorf wurde bereits für 1999 sowie 2001 geplant. Die Stellplätze im Zwischenlager sind bereits seit 1996 angemietet.