Chronik des Atomtransporte nach Ahaus

Stand:18. Juli 2010

  September 2009
20.09.09 Start der Kampagne "Kein Castor nach Ahaus" des Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
   
  Oktober 2009
06.10.09 Einem Presseartikel aus der Münsterlandzeitung zufolge hofft Burghard Rosen (Pressesprecher Gesellschaft für Nuklearservice - Betreiberfirma des Atommülllagers) mit den ersten Transporten noch in diesem Jahr (2009). Leere Behälter zur Kalthantierung (Testläufe) wurden bereits angeliefert
   
06.10.09 Kleiner Zwischenfall im Atommülllager Ahaus. Bei einem Testlauf springt ein Ersatzstromaggregat nicht an
   
28.10.09 Spontane Mahnwache am Zwischenlager aufgrund der erwarteten Atomtransporte aus Jülich und La Hague
   
  November 2009 
07.11.09
Spontaner Protest am Zwischenlager mit 50 Teilnehmer. Der Versammlungsleiter erhält eine Strafanzeige
   
07.11.09 Auch in Münster gibt es Protest. Bei der örtlichen CDU soll symbolisch Atommüll abgeliefert werden. Die verweigern allerdings die Annahme
   
09.11.09 Atomkraftgegner aus dem Münsterland werfen Rüttgers Wortbruch vor. 2004 hat Rüttgers geäußert, das "ein erneuter Atommülltransport der Bevölkerung in Ahaus und Umgebung solange nicht zumutbar ist, wie die Frage der Endlagerung für Deutschland ungeklärt ist." Nun hat die Schwarz-Gelbe Regierung eben diese neuen Transporte zu verantworten
   
11.11.09
Einlagerung für schwach- und mittelradioaktiven Abfall für das Atommülllager Ahaus vom BfS genehmigt
   
14.11.09 Einem Pressebericht der Taz zufolge, spricht eine Sprecherin der Bezirksregierung Münster auch erstmals von ausgebauten Anlagenteilen (Metallteile aus dem Reaktorkern) die den Weg nach Ahaus finden sollen
   
15.11.09
Sonntagsspaziergang am Bahnhof Ahaus mit Zwischenkundgebung am Rathaus zum Transportgleis an der Schorlemer Strasse mit 150 Teilnehmern
   
16.11.09 Der Haupteingang der Atommüllkonditionierungsanlage in Duisburg ist verlegt worden. Aus den Augen, aber noch lange nicht aus dem Sinn
   
16.11 - 20.11.09
Mahnw(a/o)che am Zwischenlager. Jeden Abend stiller Protest vor dem Eingangstor des Zwischenlager mit wechselnder Teilnehmerzahl
   
  Dezember 2009 
04.12.09 Anfrage im Stadtrat von Gescher zu den geplanten Atomtransporten
  
 
12.12.09 Anfrage im Jülicher Stadtrat zu den geplanten Atomtransporten
   
17.12.09 Anfrage im Duisburger Stadtrat zu den geplanten Atomtransporten und zur Atommüllkonditionierungsanlage in Duisburg-Wanheim
   
18.12.09 Rheinische Post: Laut Pressesprecher Köbl können in der Duisburger Atommüllkonditionierungsanlage 150 - 300 Tonnen radioaktiver Müll pro Jahr verarbeitet werden, 600 Tonnen Ahauser Müll dürfen in Duisburg gelagert werden, insgesamt 3300
   
19.12.09 Die für 2011 geplanten Castortransporte von La Hague nach Ahaus verschieben sich auf 2015. Der Antrag läuft bereits seit 2006. (Quelle: Neues Deutschland)
   
20.12.09 Legendäre Schneedemo am Zwischenlager mit 500 Teilnehmern aus dem Rheinland und dem Wendland. Viele Teilnehmer schaffen es aufgrund vereister Strassen nicht bis nach Ahaus. Aufgrund der widrigen Bedingungen wird die Abkürzung über das Gleis genommen
   
22.12.09 Aus einer Anfrage bei der Bundesregierung geht hervor, das pro Woche mit zwei Transporten mit schwach-und mittelradioaktiven Abfall zu rechnen sei. (Quelle: Bild.de)
   
23.12.09 "Die schwarz-gelbe Atompolitik wird letztendlich zu einem Endlager in Ahaus führen“ so eine NRW-Landtagsabgeordnete
   
  Januar 2010 
05.01.10 Umzug der Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" zur Bahnhofstrasse 27 in ein größeres, geräumigeres Büro
   
12.01.10 Anfrage im Coesfelder Stadtrat zu den geplanten Atomtransporten
   
20.01.10 Aachener Zeitung: Laut Angaben des Forschungszentrum Jülich sollen die Atomtransporte aus Jülich 2011, spätestens 2012 nach Ahaus verkarrt werden
   
21.01.10

Peter Schäfer, Sprecher des Forschungszentrum Jülich: „Wir dürfen den Atommüll nicht mehr bei uns lagern. Aus Sicherheitsgründen und weil es ökonomisch sinnvoll ist, wollen wir die Altlasten im Ahauser Brennelementezwischenlager deponiert sehen.“ PIKANT: Das Zwischenlager in Ahaus ist 1 Jahr älter als das Lager in Jülich. Wenn Jülich nicht mehr sicher ist, warum soll Ahaus sicherer sein? (Quelle: Bocholt-Borkener Volksblatt)

   
23.01.10 Neues Deutschland: Der Pressesprecher des Forschungszentrum Jülich möchte an seiner Informationspolitik arbeiten. "Wir sind an einem Punkt angelangt, wo wir es für sinnvoll halten, die Öffentlichkeit zu informieren." "Sinnvoll" und notwendig, nachdem ständig von Journalisten nachgehakt wurde und die Öffentlichkeit komplett ausgeschlossen wurde
   
24.01.10 Autobahnaktionstag von Ahaus über die Atommüllkonditionierungsanlage Duisburg zum Forschungszentrum Jülich. In Duisburg fand noch eine Demo mit Kundgebung sowie in Jülich eine Abschlusskundgebung statt. Teilgenommen haben rund 25 Autos
   
24.01.10 Infoveranstaltung zu den anstehenden Atomtransporten in Südlohn organisiert durch die Vredener Jugendgruppe AGA
   
28.01.10 Infoveranstaltung zu den anstehenden Atomtransporten in Köln
   
31.01.10  Infoveranstaltung zu den anstehenden Atomtransporten in Vreden organisiert durch die Vredener Jugendgruppe AGA
   
  Februar 2010
10.02.10 WDR Stadtgespräch in der Stadthalle Ahaus inklusive hitziger Diskussionen
   
17.02.10 Anfrage im Münsteraner Stadtrat zu den geplanten Atomtransporten
   
18.02.10 Westfälische Nachrichten: Der Rat der Stadt Gescher lehnt eine Resolution gegen Atommülltransporte über Gescheraner Stadtgebiet ab. Auch soll die Bevölkerung nicht durch die Stadtverwaltung informiert werden
   
19.02.10 Widerstand in Duisburg an der dortigen Atommüllkonditionierungsanlage - erstes Treffen der dortigen Anti-Atom-Gruppe "Duisburg Atomfrei"
   
21.02.10 Sonntagsspaziergang am Zwischenlager Ahaus mit 100 Teilnehmern mit Überquerung der Bahngleise
   
   März 2010
 05.03.10 Laut Pressesprecher Burghard Rosen (Gesellschaft für Nuklearservice - Betreiberfirma des Atommmülllager Ahaus) sollen einem Zeitungsartikel der Münsterland Zeitung nach die ersten Transporte eher in Wochen als in Monaten rollen
   
08.03.10 3 Wochen nach Zusammenschluss von Duisburg-Atomfrei treffen sich Vertreter Münsterländischer und Duisburger Initiativen in Duisburg zum aushecken weiterer Pläne. Die WAZ titelt: "Schulterschluss in Wanheim", in den Westfälischen Nachrichten heißt es "Atomkraftgegner verbünden sich"
   
 10.03.10

Forschungszentrum Jülich gibt Existenz eines "optimierten Eckterminplans" zu, in dem die Planungen für die Jülich-Transporte stehen, inkl. Genehmigungstermine sowie Transportzeiten.

Den Plan findet ihr hier.

Am 21.01. wurde so ein Zeitplan vom Sprecher des Forschungszentrum, Peter Schäfer, in einem Artikel der Münsterlandzeitung dementiert

   
10.03.10

Martin Ellerich von den Westfälischen Nachrichten kommentiert: "Denn das wahre Problem ist nicht die Zwischenlagerung der Brennelemente in Ahaus; es ist die Suche nach einem geeigneten Endlager für den stark strahlenden Müll - in Gorleben oder andernorts."

Wir kommentieren zurück: Das wahre Problem ist der Betrieb von Atomanlagen, die den Müll produzieren und die daher SOFORT abgeschaltet gehören."

   
17.03.10 Traurige Wahrheit: Die WAZ titelt: "Ohne endgültige Lösung bleibt der Atommüll vorerst in Ahaus". 3 Tage später stellt auch die TAZ fest: "Ahaus wird zentrale Atommülldeponie"
   
 19.03 - 21.03.09
Frühjahrskonferenz der Anti-Atom-Bewegung im Dorothee-Sölle Haus in Ahaus mit 100 Teilnehmern
   
  April 2010
 10.04.10
Schrankendemo in Duisburg-Wanheim vor den Toren und an der Transportstrecke zur Atommüllkonditionierungsanlage der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS). Ein Güterzug wird ausgebremst, nachdem sich die Schranken schließen, obwohl noch Menschen auf den Gleisen sind
   
18.04.10
Sonntagsspaziergang am Zwischenlager Ahaus mit 40 Teilnehmern
   
 22.04.10 Anti-Atom-Protest vor der Jahreshauptversammlung des Atomkonzerns RWE. Anti-Atom-Aktivisten aus dem Münsterland löchern den Vorstand mit Fragen zu den geplanten Atomtransporten nach Ahaus
   
24.04.10
Großdemo in Ahaus anlässlich des Tschernobyljahrestags und der anstehenden Atomtransporte mit 7000 Teilnehmern. Vom Tag davor bis zum Folgetag auch noch Widerstandscamp auf der BI-Wiese vor dem Atommülllager mit 30 Teilnehmern. Bundesweit demonstrieren an diesem Tag 150.000 Menschen gegen Atomkraft
   
  Mai 2010
06.05.10 Anti-Atom-Protest vor der Jahreshauptversammlung des Atomkonzerns EON. Anti-Atom-Aktivisten aus dem Münsterland löchern den Vorstand mit Fragen zu den geplanten Atomtransporten nach Ahaus
   
09.05.10 Landtagswahl in NRW - Unser Wahlspruch:" Die beste Wahl ist der Widerstand"
   
12.05.10 Solikonzert zugunsten des Anti-Atom-Widerstand im Vredener N-Joy, organisiert durch die Vredener Jugendgruppe AGA
   
16.05.10 Sonntagsspaziergang am Zwischenlager Ahaus mit X Teilnehmern
   
20.05.10 Symbolische Blockade des Zwischenlager Ahaus. Der Versammlungsleiter erhält eine Strafanzeige wegen Abhalten einer nicht genehmigten Versammlung
   
28.05.10 Die letzte Änderungsgenehmigung ist raus, die Transporte mit schwach und mittelradioaktivem Abfall aus Duisburg können absofort rollen. Pressesprecher Burghard Rosen (Gesellschaft für Nuklearservice) in der Münsterlandzeitung: "[...] es könnte in nächster Zeit losgehen. Rechtlich steht dem nun nichts mehr im Weg."
   
28.05.10 Auf der Internetseite Indymedia stellt der Wanderverein "Stramme Wade" die Transportstrecke zwischen Duisburg und Ahaus vor
   
30.05.10 Aufgrund der erteilten Änderungsgenehmigung gibt es einen außerordentlichen Sonntagsspaziergang am Zwischenlager mit 50 Teilnehmern. Eingie Teilnehmer umrunden bei sehr schlechtem Wetter den Aussenzaun des Atommülllager
   
  Juni 2010
08.06.10

Laut einer Pressemitteilung der Bezirksregierung Münster sollen im Juni noch keine Atomtransporte nach Ahaus fahren. (Quelle: Westfälische Nachrichten)

   
14.06.10 Laut Bezirksregierung Düsseldorf fahren bereits jetzt im Schnitt 1,3 Atomtransporte die Woche von und zur Atommüllkonditionierungsanlage Duisburg. Ein Antrag auf Ausbau der Anlage ist gestellt. Ahaus als nächstes Ziel der Transporte ist nur eine Frage der Zeit (Quelle: derwesten.de)
   
20.06.10 Sonntagsspaziergang am Zwischenlager Ahaus mit 50 Teilnehmern. Das Zwischenlager wird mit Radioaktivitätszeichen "geschmückt"
   
24.06.10 Infoveranstaltung in Dülmen inklusive Gründung einer neuen Aktionsgruppe
   
26.06.10
Rurtalbahnaktionstag auf der Atomtransportstrecke von Jülich nach Düren mit Informationen für die Fahrgäste
   
  Juli 2010 
03.07.10
Landeskonferenz der Anti-Atom-Bewegung in Duisburg in unmittelbarer Nähe zur Atommüllkonditionierungsanlage der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS)
   
04.07.10
Besichtigung der möglichen Transportstrecke in Dülmen durch die neugegründete Aktionsgruppe
   
06.07.10 Laut Koalitionsvertrag der Rot-Grünen Landesregierung in NRW sollen weitere Atomtransporte nach Ahaus vermieden werden, da sie "unnötige Risiken für Mensch und Umwelt mit sich bringen." Allerdings ist nur die Rede von den Atomtransporten aus Jülich. Atomtransporte aus Duisburg und La Hague finden keine Erwähnung
   
10.07.10
Infoveranstaltung zu den anstehenden Atomtransporten nach Ahaus im Münsteraner Club Courage
   
14.07.10
Treffen in Münster zur Aktionsplanung. Vorbereitung für Proteste, auch wenn die ersten Transporte noch immer nicht gerollt sind
   
18.07.10 Sonntagsspaziergang am Atommülllager Ahaus
   
21.07.10 Die ersten LKW mit radioaktivem Abfall erreiche das Atomlager Ahaus.
   
  Fortsetzung folgt...Atomtransporte hoffentlich nicht!!!
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