Die Kerntechnische Anlage Mayak befindet sich in Russland in der Oblast Tscheljabinsk bei Osjorsk bzw. Kyschtym. Das Gesamte Gelände umfasst 90 km². Umgeben ist die Anlage von einer 250 km² großen Sperrzone. Angrenzend an die Anlage ist die geschlossen Stadt Osjorsk, in der die Mitarbeiter der Anlage leben.
Auf dem Gelände befinden sich diverse Kerntechnische Anlagen, so unter anderem ein Leichtwasserreaktor, ein Schwerwasserreaktor, eine Wiederaufarbeitungsanlage, sowie mehrere Lager für spaltbares Material.
Unfälle innerhalb der Anlage
1948 - 1951
78 Millionen Kubikmeter hochradiaktiver, flüssiger Abfall werden in den Fluss Tetscha abgeleitet, aus dem 120.000 Bewohner ihr Trinkwasser beziehen.
1951 -1953
Aufgrund der Verseuchung des Flusses wird der hochradiaktive Müll ab jetzt in den Karatschai-See eingeleitet. Ab 1953 wird dieser in Tanks gelagert. Schwach - und mittelradioaktive Abfälle werden bis heute in den Fluss eingeleitet.
1957
Beim sogenannten Kyschtym-Unfall werden nach der Explosion eines Tanks radioaktive Stoffe über ein Gebiet 20.000 km² verteilt. 90% der stoffe blieben auf dem Betriebsgelände, die übrigen 10% wurden durch Winde über 400 km weit verteilt. Der Unfall wurde bis in die 70er Jahre vertuscht. Die sowejtische Führung gestand die Geschehnisse erst 1989 ein.
1967
Der Wasserstand des Karatschi-See sinkt wäährend einer Dürre-Periode, sodass sich der radioaktive Staub über ein Gebiet von 1800km² bis 5000km² verteilt.
2001 - 2004
Erneut sollen radioaktive Abfälle in die Tetscha eingeleitet worden sein. Konsequenzen für den Verantwortlichen gab es jedoch nicht, da ein Verfahren gegen Kerntechnischen Leiter der Anlage aufgrund einer Amnesie eingestellt wurde.
2007
am 25. Oktober 2007 lief aus der Wiederaufarbeitunsanlage flüssiger radioaktiver Abfall eine Strasse entlang, da die Sicherheitsregeln nicht genug umgesetz wurden. Die Erde entlang der Strasse sei abgetragen worden.