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Dez

2011

2011: Alle 5 Tage ein Transport mit radioaktivem Material nach Ahaus

Eine Anfrage aus dem Landtag NRW hat es öffentlich gemacht. Im Jahr 2011 haben 69 Transporte mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall nach Ahaus stattgefunden. Das bedeutet, ein Transport alle 5 Tage. Ein absoluter Transportwahnsinn, der durch weitere Einlagerungspläne für Ahaus noch getoppt werden soll. Ein Schelm der nun denkt, Ahaus könnte zur nationalen Atommüllkippe werden.

Insgesamt hat es im Jahr 2005 fünf Transporte gegeben. Bis zum jetzigen Zeitpunkt seien 74 Transporte in Ahaus angekommen. Absender sind die AKW Biblis, Neckarwestheim sowie Würgassen. Wo der Müll konditioniert wurde, bleibt weiterhin unklar.

 

Entsorgungschaos findet kein Ende!

 

Weitere 14 Transporte aus Atommüllkonditionierungsanlagen sind bereits in Planung. Ausserdem ist geplant, ab 2015 Atommüll aus La Hague in Ahaus einzulagern. Weiterhin aktuell ist die Einlagerung der 152 Castor-Behälter aus Jülich sowie die Frage der weiteren Lagerung der 18 Rossendorf-Castoren. Zudem wird überlegt weitere MTR2-Castoren aus den Forschungszentren in Berlin, Mainz und München einzulagern.

 

Bisher jedoch wird hier nur eine Entsorgung vorgetäuscht. 2036 erlischt die Betriebsgenehmigung des Atomlagers Ahaus. Bei der Menge des Mülls in Ahaus und der langen Genehmigungszeiten für weitere Zwischenlager muss bereits jetzt begonnen werden, sich zu überlegen, wie es nach dem Zwischenlager Ahaus mit dem Müll weitergeht. Schacht Konrad sollte 2014 fertiggestellt sein. Jetzt heißt es bereits 2019. Ob es 2019 mit einem Endlager klappt, darf nach den Problemen in der Asse infrage gestellt werden. Und: Schacht Konrad ist nur für schwach- und mittelradioaktiven Abfall geplant. Für den hochradioaktiven Abfall gibt es weiterhin keine Lösung. Trotzdem wird weiterhin munter Atommüll produziert.

 

Die Entsorgungsprobleme der Atomindustrie werden immer offensichtlicher. Wir solidarisieren uns mit den Standortinitiativen an den geplanten End- und Zwischenlagern sowie den AKWs und fordern:

 

Sofortiger Stopp aller Atomkraftwerke weltweit zur Verhinderung weiteren Atommülls, für den es nicht einmal im Ansatz eine Lösung gibt!

 

Verstaatlichung von RWE, EON, ENBW und Vattenfall um den Lari-Fari-Umgang mit dem Problem Atommüll zu stoppen!

 

Schließung aller Uranminen weltweit um die menschenunwürdigen Abbaubedingungen zu stoppen und um einen größeren Schaden durch Atomkraft bereits im Normalbetrieb an der Umwelt zu verhindern!

 

 

Quellen:

 

http://www.muensterlandzeitung.de/lokales/ahaus/Deutlich-weniger-Abfalltransporte-als-erwartet;art977,1138302

 

http://www.bfs.de/de/transport/zwischenlager/zentrale_zwischenlager/ahaus.html

Anfrage aus dem Landtag zu Transporten mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall nach Ahaus
Drucksache 153347.pdf
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Kommentare: 1

  • #1

    Tystie (Montag, 16 Januar 2012 09:54)

    Liebe Freunde, alles klar soweit, aber eine Verstaatlichung von Vattenfall erübrigt sich: "Vattenfall AB, die Muttergesellschaft, befindet sich zu 100 % in Händen des schwedischen Staates."
    [http://www.vattenfall.de/de/ueber-vattenfall.htm]

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