Mi

28

Dez

2011

Brennelemente als Füllmaterial in Jülich zweckentfremdet

Manchmal wissen selbst wir nicht ob wir lachen oder weinen sollen. Das Forschungszentrum (FZ) Jülich hat uns kurz vor Weihnachten in diese missliche Lage gebracht. Grund dafür sind 19 Brennelementkugeln, die bei Kanalbauarbeiten im Erdreich gefunden wurden.

Nach Angaben des FZ Jülich seien die Brennelementkugeln nicht bestrahlt, nachprüfen lässt sich dies vermutlich wohl nicht mehr da die Kugeln bereits im Herbst von Bauarbeitern gefunden wurden. "Spezialisten" vom Forschungszentrum Jülich sicherten die Fundstelle und haben gemessen. Das Ergebnis war natürlich, dass nichts gefunden wurde.

 

Laut Angabe des FZ wurden die Brennelementkugeln als Füllmaterial für das Erdreich benutzt.

 

Wir fragen uns allerdings, ob es auf einem 2,2 km² großen Gelände mitten im Wald nicht irgendwo geeigneteres, politisch weniger brisantes Füllmaterial als 19 Brennelementkugeln gibt, die ungefähr 3-4 Schaufeln Erdreich entsprechen.

Zur Erinnerung: Eine Brennelementkugel ist ungefähr so groß wie ein Tennisball.

 

Wirklich schlüssige Antworten bleibt das Forschungszentrum mal wieder schuldig. Und wieder einmal zeigt das FZ, daß eine "kostengünstige" Entsorgung auch von nicht verstrahlten Altlasten wichtiger ist als eine geregelte, bei der man sich nicht die Finger verbrennt.

 

Quellen:

Neue Aufregung um Atom-Kügelchen in Jülich - Rheinische Post (23.12.11)

 

Reaktor-Kugeln aus Jülich wurden als Füllmaterial benutzt - Rheinische Post (24.12.11)

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