So

03

Apr

2011

2285 Brennelementkugeln verschlampt

Update: Wie sich inzwischen herausgestellt hat, befinden sich alle Kugeln auf dem Gelände des Forschungszentrum Jülich. Trotzdem wurden 3 Tage benötigt, um zu klären, wo sich der Atommüll befindet. Zusätzlich bleibt die Frage offen, ob es vielleicht doch einen großen Störfall gegeben hat, der jahrelang vertuscht wurde.

 

Das in der Atomindustrie gerne mal Akten verschwinden ist ja nichts neues. Das aber ein ganzer Castor verschwindet hat selbst uns vom Hocker gehauen. 2285 Brennelementkugeln (1 Castor =1900 Brennelementkugeln) sind im Forschungszentrum Jülich verschwunden. Und keiner weiß wo die Kugeln gelandet sind. Es wird vermutet das der Müll in der Asse gelandet ist. ABER: die Asse war auch nur für schwach und mittelradiaoktvien Abfall ausgelegt, bei den Kugeln handelt es sich aber um hochradioaktiven Abfall.

Und das Entsorgungschaos nimmt kein Ende. In einer Anfrage aus dem Landtag NRW (siehe Download unten), in der genaue Zahlen bezüglich der Castortransporte von Jülich nach Ahaus gefordert wurden, heißt es:

 

[...]über die dann noch verbleibenden 2285 Brennelementkugeln können von hier aus mit der gebotenen Zuverlässigkeit in dem vorgegebenen Zeitrahmen keine abschließenden Aus-sagen getroffen werden. Die ersten Experimente an den Brennelementkugeln sind bereits Anfang der 70-er Jahre, also vor 40 Jahren, durchgeführt worden. Das erschwert eine entsprechende Recherche. [...]

 

Das die Brennelementkugeln "verschwunden" sind ist ein großer Fehler. Das der Müll vermutlich in der Asse gelandet ist, wo er nicht hingehört, ist ein noch größerer Fehler. Das Atomkraftwerke betrieben werden, wenn man nicht einmal sicherstellen kann, das 40 Jahre auf Müll aufgepasst wird, der eine Halbwertszeit von mehreren Tausenden Jahren hat, dürfte man wohl als "Epic fail" und ein Scheitern der Atomindustrie bezeichnen.

 

Die Atomindustrie zimmert sich momentan ihren eigenen Sarg! Das Entsorgungschaos offenbart sich von seiner besten Seite!

Anfrage aus dem Landtag
Hier die Anfrage aus dem Landtag zum Nachlesen
Anfrage_Zahl_BE-Kugeln.pdf
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Kommentare: 0

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Noch Tage bis zum Auslaufen der Aufbewahrungs-genehmigung in Jülich.

Würden die Transporte ab sofort fahren würde im Durchschnitt alle

--- 16 Tage ---

 bis zum Sommer 2013 ein Konvoi mit 6 Castoren fahren

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