Di
21
Dez
2010
Nachdem die Castortransporte von Russland nach Ahaus "vorläufig endgültig" abgesagt wurden, die Transporte mit schwach und mittelradiaoktiven Abfall erst ein 3/4 Jahr später als geplant begonnen wurden, die Abfuhr des Atommüll aus La Hague sowieso erst 2015 beginnen soll, hat es jetzt auch die Atomtransporte von Jülich nach Ahaus erwischt. Laut einer Anfrage im Bundestag wird erst mit einer Transportgenehmigung in der zweiten Jahreshälfte 2011 gerechnet.
Nach bisherigen Angaben wurde mit den Transporten Anfang 2011 gerechnet. Anscheinend wird momentan vielen Menschen bewusst, daß die Verschiebung von Atommüll keine Entsorgung ist. "Das Entsorgungschaos wird immer offensichtlicher", so ein Sprecher des Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. "Wir freuen uns, das die Transporte anscheinend vorerst auf Eis liegen, verlassen uns nach den Lügen vieler Politiker nach dem Ahaus-Russland Transport, der angeblich garnicht stattfinden sollte, nicht mehr auf die Politik". Trotz vieler gegenteiliger Behauptungen wurde der Transport konkret geplant, die LKW standen am Atomlager bereit und die Polizei hatte die Gefangenkäfige schon aufgebaut. Daher halten wir natürlich wie immer die Augen offen und sind für Hinweise jeder Art dankbar.
Bereits im März veröffentlichten wir einen Fahrplan für die Jülich-Transporte von Bund und Land, der dann jedoch dementiert wurde, und nur als theoretischer Zeitplan dargestellt wurde.
Am 30. Januar findet rtozdem in Jülich eine Demonstration gegen die transporte statt um den Druck weiter aufrecht zu erhalten. Alle Informationen zur Demo findet ihr auf der Seite des Aktionbündnis Westcastor