So

21

Nov

2010

21.11.10 - Sitzprobe für den Castor inkl. Fotos

Heute fand in Ahaus vor dem Atomlager die erste Sitzprobe statt. Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich 400 Menschen mit Stühlen, Hockern, Sesseln und Sofas, um bereits das erste mal zu trainieren, wie sich eine Sitzblockade anfühlt, wenn die ersten Castoren von Ahaus nach Russland fahren werden.

Die Castoren aus dem ehemaligen Forschungszentrum könnten bereits kurz vor dem Start stehen. Auch wenn sich im Moment viele Politiker gegen die Transporte aussprechen, so laufen in Ahaus bereits die ersten praktischen Übungen für die Transporte. Am vergangenen Freitag (19.11) wurden bereits die ersten Polizeihubschrauber gesichtet, welche die ersten Übungsflüge absolvierten. Ein möglicher Transporttermin könnte bereits Mitte Dezember sein.

 

Darum kündigen wir hiermit eine Demonstration für den 12.12.10 an. Wir wollen das Zwischenlager mit vielen Menschen in die Zange nehmen. Momentan werden auch Busse zu der Demonstration organisiert. Wenn die Poltiker und Betreiber keinen genauen Transporttermin nennen möchten und die Bevölkerung im Münsterland, an der Transportstrecke und in Russland im Dunkeln lassen möchten und nur hinter verschlossenen Türen kungeln, werden wir die Castor-Spiele eröffnen. Mobilisiert daher bitte ab sofort ganz massiv für den 12.12. Wir werden in den kommenden Tagen alle Informationen für die Demo zur Verfügung stellen. Wir wollen richtig viele werden. Und wenn die Transporte bis dahin abgesagt werden, werden wir mit euch die Korken fürs erste knallen lassen...Und natürlich trotzdem wachsam bleiben, falls es mit den Transporten dann im kommenden Jahr was werden sollte. Und wir behalten natürlich auch ganz genau im Auge, wie es mit den Atomtransporten aus Jülich weitergeht.

 

Die Transporte nach Russland sollen in die am schlimmsten verseuchte Region der Welt, nach Majak. Wir werden uns aus Solidarität mit unseren Russischen FreundInnen dagegen wehren. Unser Motto für die kommende Zeit lautet daher:

 

NIX REIN - NIX RAUS!

Copyright für alle Bilder:

"Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen"

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Kommentare: 3

  • #1

    Janina (Montag, 22 November 2010 22:38)

    Es ist wirklich grässlich, dass die Transporte ausgerechnet nach Deutschland führen müssen. Haben denn die Franzosen keine eigenen Lagerstätten für ihren Atommüll?

  • #2

    Elmar (Dienstag, 23 November 2010 08:23)

    Video dazu: http://www.youtube.com/watch?v=8-Sb-UvLbdc
    Der Transport nach Lubmin, so bedauerlich er auch ist, ist ABLENKUNG! Das wirklich wichtige Ding soll mit dem Transport Ahaus - Majak gedreht werden. Dies kann nämlich durchaus der Einstieg in die massenhafte 'Entsorgung' von Atommüll nach Russland sein.
    NRW ist das bevölkerungsstärkste Land in Deutschlend. Es sollte doch möglich sein, sämtliche Zugänge zum Zwischenlager Ahaus so zu verstopfen, dass nur noch ein Lufttransport möglich ist (und auch der ist nicht auszuschließen, denn die betreffenden Castoren haben Westentaschenformat.
    Weihnachtsmarkt am Zwischenlager!!!

  • #3

    Julia (Mittwoch, 24 November 2010 00:22)

    @ Janina: Leider stammt der Atommüll, der nach Lumbin gebracht werden soll von einem (zum Glück dem Einzigen) deutschen Schiff mit Kernenergieantrieb ("Otto Hahn"), und aus dem Nuklearforschungszentrum Karlsruhe. In Frankreich wurde der Müll nur aufbereitet.
    Daher sind wir, wie es uns die Politiker ja immer wieder so "überzeugend" vermitteln, wohl wirklich für die Lagerung verantwortlich. Was natürlich, wenn man die Frage der Verantwortung ernst nehmen würde, dazu führen müsste, dass ab sofort kein weitere Atommüll produziert wird, da wir uns ja alle einig sind, über kein "sicheres" Endlager zu verfügen.

    Außerdem führt eben diese Diskussion über die Verantwortung für den, im eigenen Land produzierten Atommüll, die ja von Politikern unterstützt wurde, den Castortransport nach Majak ad absurdum!!! Einerseits soll alles in Deutschland produzierte auch in Deutschland endgelagert werden, und andererseits wird die erst beste und wahrscheinlich einfachste Lösung zur Entsorgung im Ausland beim Schopfe gepackt...

    Ich verstehe nicht, wie das für irgend einen logisch denkenden Menschen glaubwürdig erscheinen kann.

    Daher hoffe ich, dass immer mehr Menschen den Mut finden werden, sich gegen diese verantwortungslose Politik zu wehren, und für die eigene Sicherheit und die Sicherheit ihrer Kinder und Enkelkinder zu kämpfen!!!!

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Noch Tage bis zum Auslaufen der Aufbewahrungs-genehmigung in Jülich.

Würden die Transporte ab sofort fahren würde im Durchschnitt alle

--- 16 Tage ---

 bis zum Sommer 2013 ein Konvoi mit 6 Castoren fahren

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