Mi
22
Sep
2010
In einem Antrag fordert der Grüne Ortsverband Coesfeld den Transportstopp von Atomtransporten nach Ahaus sowie über das Coesfelder Stadtgebiet. Der Rat soll sich in einem Schreiben an die Landesregierung wenden.
Als Begründung werden die anstehenden und bereits laufenden Transporte von schwach- und mittelradioaktiven Abfall, der Transport von 152 Castorbehältern ab 2011 sowie die 150 Castor-ähnlichen Behälter ab 2015 aus La Hague in Frankreich genannt.
"Als gewählte Ratsmitglieder haben wir die Pflicht möglichen Schaden von unseren MitbürgerInnen abzuwenden und für ihre Sicherheit zu sorgen. Atomtransporte über unser Stadtgebiet stellen durchaus ein Gefahrenpotenzial dar."
Wir freuen uns über diesen Antrag und hoffen, das der Rat Vernunft walten lässt und sich gegen diese Transporte ausspricht. Coesfeld liegt in der Nähe der Autobahn 31, auf der die ersten Transporte von schwach- und mittelradioaktiven Abfall bereits gesichtet wurden. Auch fahren wöchentlich auf dieser Route Transporte mit radioaktiven Uranhexafluorid von und zur Urananreicherungsanlage Gronau. Hier werden die Interessen der Atomindustrie höher gestellt als die Sicherheit der an der Strecke lebenden Anwohner. Zur Erinnerung: Noch am 02.07.10 kam es zu einem Unfall mit 3 Toten, bei der ein LKW auf ein Stauende aufgefahren ist. Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn dies ein LKW gewesen wäre, der radioaktive Fracht an Bord hätte. Diese fahren nämlich in der Regel ohne Polizeibegleitung wie normaler Frachtverkehr.
Wer solche Transporte sichtet und am besten auch noch dokumentiert, wird gebeten, sich bei uns zu melden unter : info@kein-castor-nach-ahaus.de
Die Ratssitzung findet am Donnerstag, 23.09.10 um 18.00 Uhr im Rat der Stadt Coesfeld statt