Sa
14
Aug
2010
Neue Castortansporte von Ahaus nach Russland geplant
Wie das Sächsische Wissenschaftsministerium heute bestätigte, sollen die 2005 in Ahaus eingelagerten Castoren aus dem Forschungsreaktor Dresden-Rossendorf im kommenden Jahr nach Russland in eine Wiederaufarbeitungsanlage transportiert werden. Das Entsorgungschaos der Betreiber zeigt sich sich nun also mal wieder von seiner besten Seite.
2005 wurden die Behälter unter starkem Polizeieinsatz über die Autobahn nach Ahaus transportiert. Die Kosten hierfür lagen damals bei rund 50 Millionen Euro. Weitere 5 Millionen für erforderliche Stabilisatoren für die Castor-Behälter wurden bereits durch das sächsische Kabinett genehmigt. Auch dieses mal wird mit Kosten im zweistelligen Millionenbereich für den Transport gerechnet.
Geplant sind jeweils 3 Transporte mit jeweils sechs Castoren. Von Ahaus aus sollen die Castoren per Schiff über die Ostsee nach Russland gebracht werden.
Wir verurteilen die Verschiebung der Transporte und kündigen Proteste an. Die Verschiebung von Atommüll ist keine Entsorgung. Die Lagerbedingungen in Russland sind keineswegs ein Sicherheitsgewinn. Es ist fatal zu Zeiten, in denen Brände russische Atomanlagen bedrohen einen solchen Transport in eben diese Anlagen anzukündigen.
Kommt daher alle morgen (15.08) zum Sonntagsspaziergang vor dem Atommülllager Ahaus. Beginn ist um 14.00 Uhr, dort wird es auch weitere Informationen geben.




