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23

Jul

2010

Bezirksregierung verweigert sich der Öffentlichkeit

Nachdem die ersten Atomtransporte in Ahaus angekommen sind, sind noch viele Fragen offen. Die möchte allerdings niemand so recht beantworten. Was zum Beispiel genau in den Container steckt.

Je nachdem, in welche Zeitung man einen Blick wirft, es sind immer verschiedene Stoffe die genannt werden. So reichen die Angaben von Schrott, Schutt, Kabel, Glas, PVC, Papier, Putzlappen, ausgebaute Anlagenteile sowie verseuchtes Erdreich. Und auch über die Herkunft wird sich ausgeschwiegen.

Pressesprecherin Anne Rother vom Forschungszentrum teilt mit, das der Müll aus Jülich kommt, jedoch nicht aus dem Forschungszentrum stammt. Und GNS-Sprecher Michael Köbl äußert nur, das der Müll aus deutschen Kernkraftwerken stammt. Alles sehr schwammige Antworten. Und selbst die auch nur nach penetranten nachboren.

 

Versucht man nun, bei der Bezirksregierung nachzufragen, kommt als lapidare Antwort nur:

„Sie können gern einen Antrag auf Akteneinsicht nach dem Informationsfreiheitsgesetz stellen. Dieser ist kostenpflichtig.“

 

Wir meinen, das gute Öffentlichkeitsarbeit anders aussieht, und fragen uns, ob die Bezirksregierung Münster sich eher der Atomindustrie unterordnet als den Bürgern, für die sie eigentlich arbeiten sollte.

 

Natürlich habt ihr selbst auch die Möglichkeit dort einmal nachzufragen. Schreibt E-Mails oder Briefe, ruft an und fragt nach, aus welchen Atomanlagen der radioaktive Abfall, der am 21.07 in Ahaus eingetroffen ist, genau stammt und was sich detailliert in den Container befand.Und schickt uns dann eure Antworten an info[at]kein-castor-nach-ahaus.de

 

Bezirksregierung Münster
Domplatz 1 - 3
48143 Münster
Tel.: +49 (0)251-411-0
poststelle@bezreg-muenster.nrw.de

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