Fr
07
Mai
2010
Proteste bei Jahreshauptversammlung von E.ON
Am gestrigen Donnerstag fand in der Essener Grugahalle die Jahreshauptversammlung des Atomkonzerns E.ON statt. Umweltschützer aus dem Münsterland, dem Norden, Russland und Finnland waren auch vertreten und äußerten vor sowie während der Versammlung ihren Protest.
Dabei konnten wichtige, neue Informationen aufgedeckt werden:
1. EON bestätigt, dass es vom AKW Stade Strommengen für RWE in Biblis übertragen will - der Preis wird verschwiegen.
2. EON will über die GNS nicht nur in Duisburg und Gorleben schwach- und mittelradioaktiven Atommüll für den Schacht Konrad neu verpacken,sondern auch in Jülich, Würgassen, Karlsruhe und Mitterteich in Bayern!!! Das bedeutet sechs neue Atomanlagen !!
3. Der schwach- undmittelradioaktive Atommüll (insgesamt 3000 Tonnen) aus demstillgelegten AKW Stade soll in Duisburg und Gorleben "endlagerfähig"verpackt werden!
Anmerkung: Das heißt noch mehr Atommüll fürDuisburg und wahrscheinlich soll dieser Atommüll dann später nach Ahauszur Zwischenlagerung !!
4. In "Ausnahmefällen" darf in Duisburg Atommüll auch über den Rhein an- und abtransportiert werden. "Derzeit"gebe es aber keine konkreten Projekte.
5. Nach Ahaus soll sowohl Atommüll VOR wie NACH der Neuverpackung kommen - das bedeutet doch den Pendelverkehr mit Duisburg!
6. Zu Urenco wollte sich EON wieder winden. Konsequenzen aus dem Störfall würden noch beraten. Dabei gehe es um Eingangskontrollen für Uranfässer (aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Schweden) und besseren Katastrophenschutz. Zum Thema Schutzkleidung bei Urenco sei "keine abschließende Aussage möglich". Außerdem sei man nur über zwei Ebenen an Urenco beteiligt.
7. Derzeit hat Urenco 2800 Tonnen Urantrennarbeit und verbraucht im Jahr 80 000 Megawattstunden Strom für den Betrieb (diese Zahl ist von RWE).
8. EON will in Grossbritannien und in Finnland bekanntermassen vier bzw. 1 neues AKW bauen. Neu ist, dass EON die Kosten für die AKW komplett verschweigen will und auch nicht mehr allein mit dem EPR von AREVA verhandeln will, auch von Westinghouse ist ein Design im Gespräch. Die Endlagerung des Atommülls sei Sachen der jeweiligen Regierung ...
9. 2010 gibt EON in Deutschland NUR 35 Mill. € für Erneuerbare Energien aus!! Auch wenn der Konzern gerne mit MEGA-Projekten im regenerativen Bereich wirbt, dienen diese nur dem Greenwashing!
10. EON will den Gronauer Uranmüll in Russland definitiv nicht wiedersehen!
Viele neue Fakten also, die zeigen, was in der kommenden Zeit auf uns zu kommt. Wir sind in den Startlöchern und warten nur noch darauf, das es losgeht. Kommt am TAG X nach Ahaus, Gründe gibt es genug!




