Sa

28

Nov

2009

Ahaus: Atommüll aus GNS-Konditierungsanlage Duisburg

Gemeinsame Presseerklärung des Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen

 

Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus" sowie die Münsterländer Anti-Atomkraft-Initiativen gehen davon aus, dass im Rahmen der jetzt genehmigten Atommülleinlagerung für Ahaus zahlreiche Atommülltransporte aus der Atommüll-Konditionierungsanlage in Duisburg nach Ahaus rollen sollen.

Diese Konditionierungsanlage für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll wird genau wie das Zwischenlager Ahaus federführend von der GNS (Gesellschaft für Nuklear-Service) betrieben. Ein GNS-Sprecher hatte vor wenigen Tagen erklärt, dass der Atommüll für Ahaus u. a. in Duisburg „verpresst" wird.

 

Die Konditionierungsanlage Duisburg liegt im Stadtteil Wanheim am Rande eines Wohnviertels und ist eine zentrale Atommüll-Verpackungsanlage der deutschen Atomindustrie. Im Jahre 2006 beantragte die GNS in Duisburg zeitgleich zur Einlagerungsgenehmigung für Ahaus eine Erweiterung der „Umgangsgenehmigung". Nach einem Bericht der Rheinischen Post vom Februar 2009 darf die GNS in Duisburg auf dem Werksgelände Atommüll für „zwei bis vier Jahre" zwischenlagern.

„Anscheinend bringt der Ausbau der Konditionierungsanlage mittelfristig aber Kapazitätsprobleme bei der Lagerung des verpressten Atommülls mit sich. Da die Lagerungsmenge vor Ort begrenzt ist, soll Ahaus nun als Zwischenpuffer vor der angestrebten Endlagerung ab 2014 herhalten. So erklärt sich aus unserer Sicht auch die ungewöhnliche Begrenzung der Ahauser Einlagerungsgenehmigung auf maximal zehn Jahre," erklärte Felix Ruwe von der BI „Kein Atommüll in Ahaus".

 

„Die Atomindustrie erstickt in ihrem eigenen Atommüll. Ahaus soll zum Auffangbecken für den rasant wachsenden Atommüllberg werden. Doch niemand weiß nach den dramatischen Erfahrungen im „Versuchsendlager" Schacht ASSE, ob im ebenfalls ungeeigneten Schacht Konrad überhaupt jemals Atommüll eingelagert wird. Die Leidtragenden werden die Menschen in Ahaus und Duisburg sein, wo sich der Atommüll bereits jetzt stapelt. Duisburg wird durch die geplanten Atomtransporte besonders hart betroffen sein. Ob per LKW oder Bahn - in beiden Fällen wird der Atommüll mitten durch belebte Wohngebiete fahren. Dagegen wird es auch in Duisburg Proteste geben, denn Duisburg soll zu einer Atommüll-Drehscheibe werden," so Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

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Noch Tage bis zum Auslaufen der Aufbewahrungs-genehmigung in Jülich.

Würden die Transporte ab sofort fahren würde im Durchschnitt alle

--- 16 Tage ---

 bis zum Sommer 2013 ein Konvoi mit 6 Castoren fahren

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