Mi

25

Nov

2009

Castor-Probleme auch in Ahaus?

Gemeinsame Presseerklärung des Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen

 

Castor-Probleme auch in Ahaus ?


- GNS informiert Ahauser Bevölkerung nicht
- „Castoren droht Nachrüstung"

Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus" sowie die Münsterländer Anti-Atomkraft-Initiativen kritisieren die Betreiberfirma des Zwischenlagers Ahaus, die GNS, dass sie bisher die Öffentlichkeit in Ahaus und im Münsterland nicht darüber informiert hat, ob die bundesweit aufgetretenen Probleme mit den Druckschaltern der Castor-Behälter auch Auswirkungen auf die sechs großen Castoren im Zwischenlager Ahaus haben. Die taz hatte am vergangenen Freitag gemeldet, dass womöglich alle 800 Castoren in Deutschland nachgerüstet werden müssten.

 

Zum Hintergrund: Anfang November hatte im Zwischenlager Gorleben, das ebenfalls von der GNS betrieben wird, ein defekter Druckschalter gleich zweimal eine Undichtigkeit im Deckel eines Castors gemeldet. Derzeit werde laut niedersächsischer Atomaufsicht untersucht, „ob es sich um einen systematischen Fehler handelt." Die Druckschalter sind von besonderer Bedeutung, da sie ein wichtiges Warnsignal für undichte Castor-Deckel sind. Weil die Zwischenlagerhallen aufgrund ihrer offenen Leichtbauart keine abschirmende Funktion für radioaktive Strahlung haben, könnte bei undichten Castor-Deckeln sofort Radioaktivität in die Umgebung gelangen.

 

Laut taz gab GNS-Sprecher Michael Köbl zu, dass auch in anderen Zwischenlagern weitere Druckschalter bereits „rund 25 Meldungen" abgegeben hätten. „Wir sind sehr besorgt, dass darunter auch Castor-Behälter aus Ahaus sein könnten. Die Fehler sind deshalb besonders brisant, weil die Ahauser Castoren zu einem etwaigen Austausch der Deckelschalter womöglich aus Ahaus abtransportiert werden müssen," so Felix Ruwe von der BI „Kein Atommüll in Ahaus".

 

„Wir erwarten von der GNS eine vorbehaltlose Information der Öffentlichkeit über den Zustand der Castoren in Ahaus. Gibt es Probleme mit den Druckschaltern und wenn ja, wie sollen diese behoben werden? Außerdem erwarten wir von der GNS endlich eine Antwort auf die berechtigte Frage, wann und von wo der vor zwei Wochen genehmigte neue Atommüll für Ahaus kommen soll. Die bisherige Geheimhaltungsstrategie ist völlig unangemessen und inakzeptabel," erklärte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

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Noch Tage bis zum Auslaufen der Aufbewahrungs-genehmigung in Jülich.

Würden die Transporte ab sofort fahren würde im Durchschnitt alle

--- 16 Tage ---

 bis zum Sommer 2013 ein Konvoi mit 6 Castoren fahren

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