Heute fand im Rahmen des Sonntagsspaziergang eine große Demonstration gegen die geplanten Atomtransporte nach Ahaus statt.
Rund 150 Menschen beteiligten sich an den Protesten. Die Polizei war in hoher Zahl vertreten. So versuchte beispielsweise zu Beginn der Demo ein Kamerawagen der Gelsenkirchener Polizei die Demo abzufilmen, brach dies jedoch nach kurzer Zeit ab.
Nach einer Kundgebung am Bahnhof, bei der Heiner Möllers noch einmal das unkooperative Verhalten der Ahauser Polizei bei der letzen Mahnwache verurteilte (eine Strafanzeige gegen einen Atomkraftgegner), ging es weiter zum Rathaus in der Innenstadt. Hier fand eine weitere Zwischenkundgebung statt.
Peter Dickel von der AG Schacht Konrad wies noch einmal mit Nachdruck darauf hin, das es immer noch kein Endlager für den radioaktiven Müll gibt.
Der Atommüll der jetzt auf Ahaus zukommt, soll nach Willen der Bundesregierung und der Energieversorgungsunternehmen nach Zwischenlagerung in Ahaus in den Schacht Konrad eingelagert werden.
Am Bahnübergang Schorlemerstrasse wurde die Demo nach einer Abschlusskundgebung beendet.
Ab Montagabend (16.11) angemeldete Mahnwache vorm BZA
Die Anti-Atomkraftgruppen aus dem Münsterland haben daher von Montag bis Freitag jeden Abend eine Mahnwache von 18.00 - 20.00 Uhr vor dem Zwischenlager (Ahaus-Ammeln 59) angemeldet. Hier gibt es die Möglichkeit, sich auf den neuesten Stand zu bringen und Protest zu zeigen.
Neuer Atommüll bringt auch neue Konflikte ins Münsterland. Wir wollen keinen neuen Atommüll. Weder in Ahaus, noch anderswo. Daher fordern wir die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit. Wer keine Lösung für das Entsorgungsproblem hat, darf nicht noch mehr Müll produzieren. Das Entsorgungschaos wird so nur noch größer.
Bilder vom Sonntagsspaziergang findet ihr auf anti-atom-aktuell.de