So
08
Nov
2009
Gestern Abend trafen sich ca. 50 Atomkraftgegner vor dem Brennelementelager Ahaus um gegen die geplanten Atomtransporte nach Ahaus zu demonstrieren. Ausgerüstet mit Fackeln, Luftballons, Transparenten und guter Laune trafen sich die Atomkraftgegner vor dem Tor des Zwischenlagers um danach noch an den Zäunen eine Materialkontrolle vorzunehmen.
In einer Pressemitteilung des Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen heißt es:
„Die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland fordern von der Bundes- und Landesregierung die unsinnigen und gefährlichen Atommülltransporte sofort abzusagen. Dass die Genehmigungsverfahren geheim unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt werden, beweist eindeutig, dass die Atommülllagerung in Ahaus auf wackligen Füßen steht," so Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
CDU und Rüttgers täuschen die Ahauser Bevölkerung
Die Anti-Atomkraft-Initiativen in Ahaus und dem Münsterland sehen sich von der nordrhein-westfälischen CDU und Ministerpräsident Rüttgers massiv getäuscht. Noch 2004 hatte die CDU in der
Opposition in einem Entschließungsantrag (Landtagsdrucksache 13/5243) wörtlich gefordert: „Ein erneuter Atommülltransport ist der Bevölkerung in Ahaus und Umgebung solange nicht zumutbar, wie die
Frage der Endlagerung für Deutschland ungeklärt ist."
„Nun versucht die CDU mit aller Macht neuen Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich sowie der französischen Plutoniumfabrik La Hague nach Ahaus zu bringen, obwohl die Endlagerfrage in Deutschland und weltweit weiterhin völlig ungeklärt ist," so Matthias Eickhoff von der Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster.
Kommt am 15.11.09 nach Ahaus um mit uns gegen die unsichere Verschiebung von Atomtransporten zu demonstrieren.
Am 20.12.09 geht es dann weiter mit einer bundesweiten Demonstration gegen die geplanten Atomtransporte, denn - Atomausstieg bleibt Handarbeit!