Do

29

Okt

2009

Spontane Proteste am Brennelementlager!

Mit einer spontanen Mahnwache protestierten gestern am späten Abend (28. Oktober) Atomkraftgegner vor dem Tor des Brennelemente-Zwischenlagers in Ahaus. Sie demonstrierten gegen die beantragten Castor-Atommülltransporte von Jülich und La Hague in das Ahauser Atommülllager. Die Polizei stellte die Personalien der Atomkraftgegner fest.

„Die Planungen dieser Transporte laufen seit geraumer Zeit. Das Planungsverfahren findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Betreiber des Zwischenlagers setzen nicht auf Transparenz, sondern auf Geheimhaltung,“ so Heiner Möllers, Vorsitzender der BI „Kein Atommüll in Ahaus“.

 

Erst auf Nachfrage informierte der Pressesprecher des BZA, Burghard Rosen, die Bevölkerung über bereits gefahrene Leercastoren. Diese Probetransporte sind Teil des Genehmigungsverfahren. „Verantwortungsvolle Öffentlichkeitsarbeit läuft nicht hinter verschlossenen Türen ab,“ so Möllers weiter.

 

Das Ahauser Zwischenlager ist sicherheitstechnisch längst überholt. Zum Beispiel ist es nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert. Auch die Endlagerung des Atommülls ist völlig ungeklärt. Ahaus ist nur eine politisch-motivierte Notlösung. „Die Anti-Atomkraft-Initiativen lehnen diesen unverantwortlichen und geheimen Atommülltourismus nach Ahaus deshalb kategorisch ab und rufen mit bundesweiter Unterstützung für die nächsten Wochen zu verstärkten Protesten in Ahaus auf,“ so Falko Tetzlaff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

 

Am 15. November um 14.00 Uhr findet der nächste Sonntagsspaziergang in Ahaus am Zwischenlager statt.

 

Am 20. Dezember ist um 14 Uhr eine Demonstration vor dem Zwischenlager Ahaus geplant. Dazu rufen auch die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, das Informationsnetzwerk Contratom sowie weitere norddeutsche Initiativen auf.

 

„Die gestrige Aktion war nur der Anfang. Der Widerstand in Ahaus wird spürbar zunehmen. Wir erwarten von der Landesregierung und dem Bundesamt für Strahlenschutz, die Genehmigungsanträge abzulehnen, denn Ahaus ist keine Lösung für das riesige Atommüllproblem,“ so Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

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