320 Castoren aus Garching, La Hague und Jülich nach Ahaus? Kein Einlenken der Politik trotz unlösbarer Endlagerfrage? Vom Zwischenlager zum Dauerlager?


!Wir nehmen den Tanz an!


Hochradioaktiver Atommüll aus Berlin per LKW und Schiff in die USA

Offenbar bereits am 30. Juli sind hochradioaktive Brennelemente per geheimen Atomtransport aus dem Berliner Forschungsreaktor BER über den Hafen in Nordenham und dem Schiff Oceanic Pintail in die USA verfrachtet worden. Ziel der brisanten Atomfracht ist laut Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz (PDF) Aiken/USA. Dort befindet sich eine ehemalige Atomwaffenschmiede, die Savannah River Site (SRS). Ein weiter Atomtransport ist demnach  aus Basel kommend, ebenfalls auf die Oceanic Pintail verladen worden. Die Universität Basel betreibt einen Forschungsreaktor. Aktivisten der Initiative "Kein Castor nach Ahaus“ machte auf diese Atomtransporte aufmerksam, nachdem die us-amerikanische Umweltorganisation „Savannah-River-Site-Watch“ bundesdeutsche Initiativen informiert hatte


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Transportgenehmigung wird Ende 2015 erwartet

Wie beim letzten Besuch in Deutschland des Anti-Atom-Aktivisten Tom Clements aus den USA bekannt wurde, rechnet das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit einer Transportgenehmigung für die 152 Westcastoren aus Jülich nach Ahaus bereits Ende 2015. Die Transporte werden jedoch erst deutlich später starten. Denn zuerst muss der Kran im Lager Jülich saniert werden. Vor Ende 2016 wird dies jedoch nichts. Trotzdem werden hier Fakten für einen Abtransport nach Ahaus geschaffen...

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Wir möchten in eure Stadt - Info- und Mobilisierungstour 2015/16

Wir planen im kommenden Jahr wieder die ein oder andere Aktion. Denn nach momentanen Stand  müssen wir davon ausgehen, dass spätestens ab 2017 mit den Castoren aus Jülich in Ahaus zu rechnen ist. Ab 2018 soll dann nochmal mit weiteren Castoren aus dem Reaktor Garching nachgelegt werden. Ab 2025 möchte man Müll aus La Hague in Ahaus einlagern und nebenbei fährt noch immer schwach- und mittelradioaktiver Abfall durch die Gegend, der in Ahaus zur Zeit gelagert wird obwohl bereits jetzt klar ist, dass der Atommüll in Ahaus auf lange Zeit vor Ort bleiben wird. Darüber möchten wir gerne mit euch in entspannter Atmosphäre reden.

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US-Umweltaktivist erneut wegen Jülicher Castor-Plänen in Deutschland

Tom Clements, Direktor der US-amerikanischen atomkritischen NGO Savannah River
Site watch (SRS watch) aus South Carolina kommt vom 19.Juli bis zum 22. Juli
2015 zum zweiten Mal nach Deutschland. Es geht immer noch um den von der
Bundesregierung geplanten US- Export der 152 Castorbehälter aus dem
Forschungszentrum Jülich (FZJ). Auf seiner Reise möchte Tom Clements mit
verantwortlichen Ministerien das Gespräch suchen und im Schulterschluss mit dem
überregionalen Bündnis gegen Castorexporte demonstrieren.

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Garching-Castoren sind nur die Spitze des Eisberges

Die Anti-Atom-Initiativen im Münsterland weisen darauf hin, dass in den kommenden Jahren nicht nur 17 Castoren aus Garching in das sogenannte Zwischenlager Ahaus eingelagert werden sollen, sondern noch mit rund 300 weiteren Castoren gerechnet werden muss. Dabei handelt es sich um verschiedensten Atommüll in verschiedensten „Castor“-Behältern. Gegen die sinnlosen und gefährlichen Atommülltransporte kündigen die Initiativen massiven Widerstand an.

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Anzeige gegen FZ Jülich erstattet

Wegen des Verdachts der schuldhaften Verursachung eines ungenehmigten Zustands bei der
Lagerung von Kernbrennstoff hat Rainer Moormann gegen das Forschungszentrum Jülich Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft Aachen hat in der vergangenen Woche das Verfahren eröffnet. Zur Dokumentation veröffentlichen wir hier die Anzeige.

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Greenpeace legt Einspruch bei der EU ein

Gegen einen Abtransport der 152 Jülicher Castoren sowie der in Ahaus lagernden 305 Hamm-Castoren in die USA hat Greenpeace heute (10.06) bei der EU Einspruch eingelegt. Richtlinie 2011/70/EURATOM der Europäischen Union verbietet den Export von kommerziell erzeugtem Atommüll ins Ausland. Denn EURATOM genehmigt nur den Export von Atommüll aus der Forschung. Der AVR-Reaktor in Jülich speiste jedoch als Prototyp von 1967 bis 1988 rund 1,5 Milliarden Kilowattstunden Strom ins öffentliche Netz ein und kann aus diesem Grund nicht als Forschungsreaktor bezeichnet werden.

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323 Castoren in den kommenden 10 Jahren nach Ahaus

Wie der Südwestpresse vom 21.05.2015 zu entnehmen ist, fordern die Länder von Umweltministerin Hendricks ein Konzept für die Rücknahme der 26 Castor-Behälter aus Sellafield, welche eigentlich in das Zwischenlager Gorleben sollten. Das diese 26 Castorbehälter nur die Spitze eines Eisberges sind, kann sehen, wer sich nicht nur kurzfristig mit der vermeintlichen Entsorgung von Atommüll beschäftigt.


Innerhalb der nächsten 10 Jahre ist bundesweit mit dem Transport von mindestens 350 Castorbehältern zu rechnen. Alleine 323 davon haben bis jetzt das Atomlager in Ahaus als Ziel!

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Westcastoren: Gutachten vom TÜV Nord untauglich - Ahaus als Ziel wahrscheinlich

Bereits seit 1989 findet die Suche nach einem Lager statt. Auf das Bild klicken zum vergrößern
Bereits seit 1989 findet die Suche nach einem Lager statt. Auf das Bild klicken zum vergrößern

Wie Minister Duin (Chef der Atomaufsicht in NRW) soeben in der Atommüllkommission mitteilte, hat das Gutachten des TÜV Nord eigentlich nichts gebracht. Auf Grundlage der vom FZ Jülich vorgelegten Zahlen kann der TÜV Nord nicht beurteilen, welche Variante (USA, Ahaus, Neubau) am sinnvollsten ist. Für eine Bewertung fehlen konkrete Projektpläne.

 

Das Gutachten ist wie zu erwarten nicht öffentlich zugänglich, im Wirtschaftsministerium wird es jedoch für die Kommission eine autorisierte Zusammenfassung geben. Ob diese auch für den Bürger erhältlich ist, ist noch nicht geklärt. Pikante Äußerung von Duin (sinngemäß): Das FZ Jülich trägt die Verantwortung zu zeigen, dass mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet wird.

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Westcastoren: Entscheidung am Montag? - Auch Ahaus keine Option!

Am kommenden Montag (18.05) findet die 12. Sitzung der Endlagerkommission statt. Laut Homepage des Bundestagsabgeordneten Hubertus Zdebel, Mitglied der Endlagerkommission, wird Wirtschaftsminister Duin dort das bereits für Mitte April erwartete Gutachten zum weiteren Umgang mit den 152 Westcastoren vorstellen. Zur Option stehen weiterhin der Abtransport in die USA, Der Neubau eines Zwischenlagers in Jülich sowie die Einlagerung in Ahaus.

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